Politik

Auf dem Gelände der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Regensburg sind Flüchtlinge in einer ehemaligen Turnhalle untergebracht. (Foto: dpa)

14.10.2015

Flüchtlinge müssen nicht frieren

Umfrage bei den Regierungsbezirken: Fast alle Asylbewerber werden in festen, beheizbaren Gebäuden, Wohncontainern oder Traglufthallen untergebracht

Fast alle Flüchtlingsunterkünfte in Bayern sind bereits winterfest, ein letzter Rest soll dies binnen weniger Tage werden. Das ergibt eine Umfrage bei den sieben Bezirksregierungen im Freistaat. In der Nacht hatte es in einigen Landesteilen bereits den ersten Schnee gegeben.

In OBERBAYERN werden Asylbewerber ausschließlich in festen Unterkünften untergebracht. Zelte - allerdings winterfeste - gibt es nach Angaben der Bezirksregierung lediglich noch im Ankunftszentrum in der Maria-Probst-Straße in München. Diese sollten noch in diesem Jahr gegen Container ausgetauscht werden. Dort müssen Flüchtlinge in der Regel aber ohnehin nur eine oder zwei Nächte verbringen.

Auch in NIEDERBAYERN sind einer Sprecherin zufolge bereits alle Unterkünfte winterfest. Auch die im Landkreis Deggendorf geplanten zwei Traglufthallen für jeweils bis zu 300 Menschen seien winterfest, sagte die Sprecherin der Bezirksregierung, Sarah Pancur. Lediglich die sogenannten Warteräume, die zur Unterstützung der Bundespolizei für ankommende Asylbewerber aufgestellt wurden, erfüllen diese Kriterien nicht. "Aber sie sollen auch in erster Linie sicherstellen, dass die nachts angekommenen Menschen witterungsgeschützt sind und für den kurzen Aufenthalt ein Dach über den Kopf haben", sagte sie.

In UNTERFRANKEN arbeitet die Regierung nach eigenen Angaben mit Hochdruck daran, die noch bestehenden Flüchtlingszelte zu ersetzen. "Wir sind dabei, alle Notunterkünfte in den nächsten Tagen vollständig winterfest zu machen", sagte Sprecher Johannes Hardenacke. In der Erstaufnahme in Schweinfurt und in Würzburg sind derzeit noch einige Plätze in Zelten belegt. Nun sollen diese durch 500 feste Unterkünfte in einer Kaserne in Veitshöchheim (Landkreis Würzburg) und 300 Plätze in einem ehemaligen Militärgebäude auf dem Gelände der Universität ersetzt werden. "Dann dürften unsere noch vorhanden Zelte durch die Winterunterkünfte ersetzt sein", sagte er.

In SCHWABEN, der OBERPFALZOBERFRANKEN und MITTELFRANKEN sind nach Angaben der vier Bezirksregierungen alle Unterkünfte bereits winterfest. In Augsburg gibt zwar noch Zelte, in denen Flüchtlinge registriert und untersucht werden und in denen sie auch bis zu zwei Wochen übernachten. Doch auch diese Zelte seien winterfest, sagte ein Sprecher. Ähnlich sieht es in Regensburg aus, wo das einzige Zelt der Erstaufnahmeeinrichtung regulär nicht für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt wird, im Notfall aber auch beheizbar wäre. "Alles andere sind feste Häuser oder Turnhallen", sagte Markus Roth von der Regierung der Oberpfalz. (dpa)

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