Politik

Der Vorsitzende des bayerischen Städtetags, Ulrich Maly (SPD) sprach gestern im Stadttheater in Ingolstadt mit Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Ministerpräsident Horst Seehofer hatte sich mit Kommunalpolitikern aus ganz Bayern getroffen, um über die Flüchtlingskrise zu diskutieren. (Foto: dpa)

08.10.2015

Herrmann droht Nachbarland mit drastischen Schritten

Er will Flüchtlinge an der österreichischen Grenze zurückweisen

Angesichts des großen Zuzugs von Flüchtlingen erwägt Bayern drastische Schritte. "Sollte unser Nachbarland Österreich weiterhin das europäische Recht missachten, muss auch Deutschland prüfen, ob es Flüchtlinge nicht unmittelbar an der österreichischen Grenze zurückweist. Denn in Österreich waren die Flüchtlinge bereits sicher", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) der "Süddeutschen Zeitung".

Er gehe davon aus, dass sich derzeit Tausende Flüchtlinge im Land befänden, von denen man keine Ahnung habe. So höre er immer wieder von Flüchtlingen, "die über Nacht einfach verschwinden, weil sie sich auf eigene Faust auf den Weg durch Deutschland" machten, sagte Herrmann. Dabei müsse jedem klar sein: "Solange ein Flüchtling keinen Asylantrag gestellt hat, hält er sich illegal in Deutschland auf. Er darf nicht einfach zum Bahnhof in Straubing gehen und von dort aus etwa nach Berlin fahren. Wir dürfen hier keinen Flüchtlingstourismus dulden."
(dpa)

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Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 25. Mai 2018 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Joachim Herrmann
(CSU), bayerischer Innen- und Integrationsminister

(JA)

Willi Dräxler, Caritas-Fachreferent Migration und Integrationsbeauftragter in Fürstenfeldbruck

(NEIN)

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