Politik

Gesundheitsministerin Melanie Huml, selbst Ärztin, betont die Schweigepflicht als hohes Gut. (Foto: dpa)

01.04.2015

Huml warnt vor übereilter Lockerung

Nach Flugzeugkatastrophe: Ärztliche Schweigepflicht auf dem Prüfstand

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sieht Forderungen nach einer Lockerung der ärztlichen Schweigepflicht skeptisch - trotz der Germanwings-Katastrophe. "Zwar habe ich natürlich Verständnis dafür, dass nach dem schrecklichen Flugzeugabsturz in den Alpen intensiv über mögliche Konsequenzen diskutiert wird. Aber ich warne vor übereilten Schritten. Denn die ärztliche Schweigepflicht ist ein hohes Gut", sagte die CSU-Politikerin, die selbst Ärztin ist.  
Die Schweigepflicht diene der Wahrung höchstpersönlicher Gesundheitsdaten des Patienten. "Sie ist essentieller Bestandteil des Vertrauensverhältnisses zwischen Arzt und Patient", betonte Huml.
Den bisherigen Ermittlungen zufolge soll der 27 Jahre alte Copilot das Flugzeug absichtlich in Südfrankreich zum Absturz gebracht haben. Er hatte seinem Arbeitgeber eine Erkrankung verheimlicht, für den Tag des Absturzes war er krankgeschrieben. Vor einigen Jahren war er als suizidgefährdet eingestuft und in psychotherapeutischer Behandlung. (dpa)

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(JA)


Melanie Huml (CSU), bayerische Gesundheitsministerin

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