Politik

Bayerns Finanzminister Markus Söder möchte, dass Kirchen Grundstücke und Gebäude möglichst kostenlos für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. (Foto: dpa)

11.11.2015

Mehr in Hilfe und Unterbringung investieren

Finanzminister Markus Söder appelliert an die Kirchen

Bayerns Finanzminister Markus Söder hat an die Kirchen appelliert, Grundstücke und Gebäude möglichst kostenlos für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. "Am besten wäre keine oder eine geringere Miete dafür. Barmherzigkeit braucht keine Miete", sagte der CSU-Politiker. Söder verwies in diesem Zusammenhang darauf, dass die beiden großen Kirchen heuer deutlich höhere Einnahmen aus der Kirchensteuer verbuchen könnten. "Meine Bitte an die Kirchen wäre, ob es nicht möglich ist, mehr in Hilfe und Unterbringung zu investieren." 

Neben der katholischen Kirche stellt auch die evangelische Kirche in Bayern für die Unterbringung von Flüchtlingen Mietzahlungen in Rechnung. "In der Regel übernehmen die Kommunen die ortsübliche Miete", zitierte das Blatt einen Kirchensprecher, der betonte: "Wir wollen damit kein Geld verdienen." Manche Gemeinden überlegten, günstige oder kostenlose Unterkünfte anzubieten. Viele seien jedoch "finanziell nicht so gut aufgestellt, dass sie das stemmen können".
Unterdessen hat die katholische Kirche ihre Haltung bei der Kosten-Erstattung für die Unterbringung von Migranten geändert. Der Generalvikar des Erzbistums München und Freising, Peter Beer, sagte der Zeitung, für die Pfarreien solle bei der Vermietung von Häusern und Wohnungen an staatliche Stellen künftig die Formel "ortsübliche Miete minus zehn Prozent" gelten. "Klar ist, dass wir nicht Gewinner der Situation sein wollen."
(dpa)

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