Politik

Soeder "dahoam" in der BR-Soap. (Foto: dpa)

05.02.2015

Seehofer gegen BR-Intendant Wilhelm

Der bayerische Ministerpräsident kritisiert die Absage an Politiker-Auftritte

Mit der Absage an Politiker-Auftritte in der TV-Serie "Dahoam is Dahoam" hat BR-Intendant Ulrich Wilhelm den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer verärgert. Wie der "Focus" berichtete und die Staatskanzlei in München bestätigte, schrieb der CSU-Vorsitzende dem Chef des Bayerischen Rundfunks einen Brief. Wilhelm stelle mit seiner Entscheidung "alle Politiker ins Abseits", sagte Seehofer dem "Focus". Wer erkläre, Politiker hätten in Unterhaltungssendungen nichts verloren, der diskreditiere sie. "Ich komme mir da als Politiker vor wie ein infiziertes Geschöpf, mit dem keiner in Berührung kommen soll."

Mangelnder Respekt Politikern gegenüber?

Gerade Wilhelm als Ex-Regierungssprecher müsse wissen, dass Politiker "ernst zu nehmen und zu respektieren" seien - und nicht als "Outlaws" behandelt werden dürften.
Wilhelm wies die Kritik im BR-Rundfunkrat zurück: "Ich habe nicht entschieden, Politiker hätten generell in Unterhaltungssendungen nichts verloren." Es gehe nur um die Verknüpfung von Drehbuchtexten mit politischen Inhalten. "Das tut am Ende dem Bayerischen Rundfunk nicht gut, das tut der Serie nicht gut."
Nach einem umstrittenen Gastauftritt von Finanzminister Markus Söder (CSU) in "Dahoam is dahoam" hatte Wilhelm die Heimatserie zur Tabuzone für Politiker erklärt. Bettina Ricklefs, die BR-Programmbereichsleiterin Spiel-Film-Serie, entschuldigte sich vor dem Rundfunkrat. "Ich bedauere zutiefst, dass es zu diesem Wirbel gekommen ist", sagte sie. (dpa)

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Kommentare (2)

  1. Roland am 05.02.2015
    Na siehste, wer den Kronprinz angeht,
    ist weg vom Fenster!
  2. Guido Langenstück am 12.02.2015
    Einfach nur erbärmlich, wie seehofer jetzt "die beleidigte Leberwurst" spielt.
    Der Herr Ministerpräsident scheint wohl immer noch nicht begriffen zu haben, dass ein öffentlich-rechtlicher Rundfunksender absolute parteipolitische Neutralität zu wahren hat. Sein Angriff auf BR-Intendant Ulrich Wilhelm ist m.E. deplaziert: Wilhelms Entscheidung, zukünftig keine Politiker bei "Dahoam is Dahoam" mehr auftreten zu lassen ist die logosche Konsequenz auf die ganz offensichtliche, leicht durchschaubare CSU-Schleichwerbung seines Kronprinzen(?) Markus Söder in der am 20.01.2015 ausgestrahlten Episode "Politische Wurst-Phobie" (aus der Mediathek des BR mittlerweile zurecht entfernt).
    Offensichtlich hat der CSU-Parteivorsitzende den Möchtegern-Ministerpräsidenten aus Nürnberg nicht ganz im Griff.
    Bei seiner öffentlichen Schelte hat er sich den Falschen vorgenommen.

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