Politik

Spaenle spricht sich für neuen Konzertsaal in München aus. (Foto: dpa)

29.04.2014

Spaenle will neuen Konzertsaal für München

Um bisher noch nicht in der Öffentlichkeit diskutierte Standorte zu prüfen, hat der Kunstminister die ehemals bestehende Arbeitsgruppe wieder eingesetzt

Bayerns Kunstminister Ludwig Spaenle (CSU) hat sich für einen neuen Konzertsaal in der Landeshauptstadt ausgesprochen. Ein neuer und zusätzlicher Konzertsaal in München ist aus meiner Sicht vertretbar und sinnvoll", stärkt Bayerns Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle die Position des Chefdirigenten des BR-Symphonieorchesters Mariss Jansons. Dieser fordert seit Langem und immer wieder einen neuen Konzertsaal

Der zusätzliche Konzertsaal diene nicht nur als konzertante Heimat des BR-Symphonieorchesters, sondern könne auch für andere hochrangige Events genutzt werden, steht für Spaenle fest.

"Ich habe deshalb die ehemals bestehende Arbeitsgruppe wieder eingesetzt, um geeignete, auch bisher noch nicht in der Öffentlichkeit diskutierte Standorte zu prüfen", so Minister Spaenle. Auf der Grundlage der Ergebnisse dieser Einschätzungen können dann die politischen Weichen gestellt werden.

Spaenles Vorgänger Wolfgang Heubisch (FDP) hatte noch von einer Isarphilharmonie auf der Museumsinsel geträumt, Jansons favorisiert den Finanzgarten unweit der Staatskanzlei, wie er am Montagabend betonte.
Seit Jahren wird in München immer wieder über einen neuen Saal diskutiert, Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) machte das Projekt sogar zur Chefsache. Geschehen ist seither aber nicht viel. Teile der Landtags-Opposition und die SPD-regierte Stadt München lehnen einen Neubau aus Kostengründen entschieden ab. (BSZ)

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Kommentare (2)

  1. Treiber am 29.04.2014
    Ein neuer Konzertsaal würde der Stadt München großen Schaden zufügen. Einziger Gewinner wäre das Symphonieorchester des BR mit ihrem Chefdirigenten, Mariss Jansons, die diesen Saal einzig und allein aus Prestigegründen haben möchten - denn von schlechter Akustik in der Philharmonie redet heute kaum noch jemand! Man bedenke neben den Bau- vor allem die Folgekosten so eines Saales. Nutzen würde ihn hauptsächlich der BR, und zwar so ausgiebig, dass z. B. Gastorchetser darin kaum zum Zuge kämen. Zahlen würde der BR aber nicht mehr als jetzt. Der Herkulessaal, der dringend einer Renovierung bedürfte, bliebe weitestgehend unbenutzt; ähnliche, wenn auch nicht so weitreichende, Probleme gäbe es mit der Philharmonie. Dann noch die Standortfrage: Man kann natürlich mit dem Finanzgarten die nächste Sau durchs Millionendorf treiben und sie nach den Protesten der Umweltschützer wieder beerdigen. - Warum geht in München nicht, was in Berlin mit seinen mindestens vier (statt, wie in München, drei) Spitzenorchestern geht: mit zwei guten Konzertsälen einfach mal zufrieden sein? Vielleicht, weil dort keiner seine Profilneurosen ausleben muss.
  2. Fips am 07.02.2015
    Das Symphonieorchester will keinen eigenen Saal, es hätte nur gerne einen geeigneten Saal in Erstbelegung. Wer auf Dauer in der Weltspitz mitspielen will, der braucht Bedingungen, wie sie in der Weltspitze üblich sind. Das dies dem Symphonieorchester möglich wird, versuchen offenbar einige Personen in Stadt und Land zu verhindern. Dabei ist doch Das Symphonieorchester des BR, derzeit unter den fünf besten Orchestern auf dem Globus, das beste Orchester Bayerns. Es ist mit jedem seiner Konzerte im ganzen Land und darüber hinaus zu hören, nicht nur in München.
    Ich denke, ein solches Orchester hat unser aller Unterstützung verdient, damit es auch in Zukunft unser Land auf diesem Niveau repräsentiert, dass es uns alle Stolz macht. Egal ob wir Klassikfans sind oder nicht.
    Es ist nun mal so, die besten Musiker, Manager und Dirigenten gehen dorthin, wo sie die besten Arbeits-, Planungsbedingungen und die Möglichkeiten der künstlerischen Gestaltung haben. Dies ist in dem favorisierten Modell alles mehr als subobtimal.

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