Politik

Auch die kleine Melek aus Syrien kam gestern mit einem Zug aus Ungarn über Österreich in München an. Ingesamt waren es gestern weit über 2000 Flüchtlinge. (Foto: Sven Hoppe/dpa)

02.09.2015

Thüringen holt Flüchtlinge aus Bayern

Per Bus werden etwa 50 bis 60 Asylsuchende aus München abgeholt

Thüringen unterstützt Bayern bei der Unterbringung der mehr als 2000 Flüchtlinge, die jüngst mit dem Zug aus Ungarn gekommen sind. Per Bus würden Asylsuchende aus München abgeholt, teilte Migrationsminister Dieter Lauinger (Grüne) heute mit. Die Rede war von etwa 50 bis 60 Menschen. Sie sollten zunächst in die Erstaufnahme nach Eisenberg gebracht werden, um sie dort zu untersuchen. Es sei wichtig, in einer solchen Notsituation solidarisch mit anderen Bundesländern zu sein und nach Kräften zu helfen - auch wenn die Situation in den hiesigen Unterkünften ebenfalls angespannt sei, betonte Lauinger.

Auch Niedersachsen hilft

Auch Niedersachsen will Bayern bei der Unterbringung der Flüchtlinge helfen. Im Erstaufnahmelager in Braunschweig sollen in den nächsten Tagen 200 Flüchtlinge ankommen, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Wann dies genau sei, könne derzeit nicht gesagt werden. Das hänge von den Behörden in München ab. "Es gibt das Bewusstsein unter allenMinisterpräsidenten, dass Bayern in einer besondern Situation ist", sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen. Auch andere Bundesländer, darunter Hessen, Thüringen und Baden-Württemberg, hatten Bayern bereits Hilfe angeboten

Es kommen kaum mehr Flüchtlinge aus Ungarn an

Nach der Wiederaufnahme der Polizeikontrollen am Budapester Ostbahnhof sind am Mittwoch kaum noch Flüchtlinge aus Ungarn und Österreich in Bayern angekommen. Die Bundespolizei am Münchner Hauptbahnhof sprach von lediglich 50 Flüchtlingen; in Rosenheim waren es am Vormittag 60 bis 70. Man rechne damit, dass es den ganzen Tag über ruhig bleibe, sagte ein Sprecher.

Am Dienstag waren in der Landeshauptstadt noch 2400 Flüchtlinge per Zug angekommen, in Rosenheim 300. Grund dafür war, dass die ungarischen Behörden ihre Kontrollen am Budapester Bahnhof zeitweilig gestoppt hatten und Flüchtlinge ungehindert in Züge gen Westen steigen konnten. (dpa)

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