Politik

Mitglieder der Soldiers of Odin (SOO) marschieren in Helsinki auf. (Foto: dpa)

29.12.2017

Verfassungsschutz beobachtet die Soldiers of Odin

Das Landesamt stuft die in Finnland gegründete Grupierung als rechtsextremistisch ein

Das Bayerische Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet die Gruppierung Soldiers of Odin Germany Division Bayern (SOO) ab sofort als rechtsextremistische Gruppierung. Das teilte die Behörde mit. Die SOO wurde im Oktober 2015 in Finnland gegründet. Mittlerweile existieren in zahlreichen Ländern Ableger mit Untergruppierungen. Aktivisten der SOO bezeichnen sich laut Verfassungsschutz als "Nachbarschaftshilfe". Sie beanspruchen für sich, Schwachen und Schutzsuchenden zu helfen. Faktisch jedoch treten sie demnach wie eine Bürgerwehr auf und stellen das staatliche Gewaltmonopol infrage.

Aktivitäten in Bayern werden aktuell ausgeweitet

Die Gruppe weite ihre Aktivitäten derzeit in Bayern aus, hieß es. Ein regionaler Schwerpunkt sei Würzburg. Auch in Städten wie Donauwörth (Landkreis Donau-Ries), München und Regensburg lief sie bereits Streife - die SOO selbst sprechen von "Spaziergängen". Es solle der Eindruck entstehen, dass der Staat nicht in der Lage sei, die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten, hieß es vom Verfassungsschutz. Die SOO treten demnach zumeist einheitlich schwarz gekleidet auf. Auf ihren Jacken ist das Logo der Gruppierung aufgedruckt - ein Wikingerkopf, vermummt mit der deutschen Fahne.

Bislang liegen dem Verfassungsschutz nach eigenen Angaben keine Hinweise auf ein gewalttätiges Vorgehen der SOO vor. In den Reihen der Gruppierung seien allerdings verbal aggressive Äußerungen und ein fremdenfeindliches Auftreten zu beobachten. Zudem seien unter den Aktivisten mehrere Personen, die der Behörde aus anderen rechtsextremistischen Zusammenhängen bekannt sind.
(dpa)

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (1)

  1. der Falke am 29.12.2017
    Ganz toll. Welches Staatsmonopol wird unterlaufen? Gibt es so etwas überhaupt noch? Die Polizei ist der Prügelknabe der Nation. Die dürfen gar nichts mehr. Schon ein falsches Wort führt zu Disziplinarstrafen. Die Ordnungshüter sind überfordert und rechtlich absolut machtlos. Der Bürger kann sich nur noch selber schützen. Aber auch ihm wird es verboten. Deutschland ein Rechtsstaat? Nein. Bananenrepublik.

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 16 (2018)

Umfrage Bild
Abstimmen
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 20. April 2018 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:


Martin Stümpfig
, energie- und klimaschutzpolitischer Sprecher der Landtags-Grünen

(JA)

Marcel Huber (CSU), bayerischer Umweltminister

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

Jahresbeilage 2017

Ausgabe vom
24. November 2017

Weitere Infos unter Tel. 089/290142-65 oder
per Mail an anzeigen@bsz.de

Download (PDF, 18 MB)

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.