Wirtschaft

22.06.2012

Eine Aktienmarkteinschätzung der Fürst Fugger Privatbank

Die mit Spannung erwartete Wahl in Griechenland liegt hinter uns, mit einem auf den ersten Blick durchaus positiven Ausgang. Das Lager der Euro-Befürworter an der Spitze mit dem Wahlsieger Samaras von der Nea Demokratia (ND) hat die Wahlen gewonnen. Die Aktienmärkte reagierten zunächst mit Erleichterung auf das Ergebnis. Der Euro festigte sich gegenüber den wichtigsten Handelswährungen. Allerdings, und das ist der große Wermutstropfen, könnte sich die Erholung als ähnlich kurzlebig herausstellen, wie dies bei der Inanspruchnahme des EWU-Rettungsschirms zur Rekapitalisierung der spanischen Banken der Fall war.

 

Ferner gilt es zu beachten, dass die Mehrheit der seit Jahrzehnten regierenden griechischen Altparteien sehr schmal ist. Zudem werden die Oppositionsparteien wohl eine auf Blockade ausgerichtete Politik betreiben. Wie lange die Ankündigung des Wahlsiegers, sich an die Vereinbarungen mit den Geldgebern zu halten, anhält, bleibt abzuwarten. Das Thema „Griechenland“ dürfte daher in den kommenden Monaten eine eher untergeordnete Rolle spielen. Vielmehr werden sich die Investoren verstärkt Spanien und Italien zuwenden.

 

Wäre die europäische Schuldenkrise allein nicht schon schlimm genug, hat sich zuletzt der Konjunkturausblick eingetrübt. Verschiedene häufig erhobene Indikatoren geben nach oder brechen geradezu ein. Dennoch erscheinen noch nicht alle Risiken in den Kursen eingepreist. Vor allem die Entwicklung der Unternehmensgewinne bereitet Sorgen. Aktuell liegt weltweit das KGV bei rund 13 (12-Monats-Prognose). Auf Basis der geschätzten Gewinne liegt das KGV bei 12 und damit deutlich höher als nach den Finanzmarktturbulenzen im Jahr 2008 und auch höher als im vergangenen Jahr, als es 10 betrug. Aktuell scheint daher der Kapitalschutz durch Kassehaltung Vorrang zu besitzen. Liquidität ist Trumpf. 

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