Wirtschaft

Das Prunkstück der NürnbergMesse ist die Halle 3A. Sie wurde von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) in der höchsten Kategorie zertifiziert und hat den „Energie-Oscar in Gold“ erhalten. (Foto: NürnbergMesse)

17.07.2015

Auf Erfolgskurs ohne öffentliche Subventionen

Die NürnbergMesse Group zieht Bilanz und dabei wird deutlich: 2014 war das flächenstärkste Jahr der Unternehmensgeschichte, die Anteile ausländischer Aussteller und Fachbesucher haben neue Höchstwerte erreicht und die internationalen Fachmessen entwickeln sich deutlich dynamischer als der Branchendurchschnitt.

„Wir sind bewusst dieses Mal aus den bekannten Presseräumen herausgegangen und haben die Halle 3A gewählt, weil dies das beste Symbol ist, um die NürnbergMesse und ihre aktuelle Entwicklung zu erklären. Denn hier spielt für uns die Musik der Messewirtschaft“, sagte Roland Fleck, Geschäftsführer der NürnbergMesse, bei der Bilanzpressekonferenz. Es gebe wohl zur Zeit weltweit keine modernere Messehalle: Sie ist die erste, die von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) in der höchsten Kategorie zertifiziert wurde und den „Energie-Oscar in Gold“ erhalten hat.

Neue Höchstwerte erreicht

Die NürnbergMesse Group zieht Bilanz und dabei wird deutlich: 2014 war das flächenstärkste Jahr der Unternehmensgeschichte, die Anteile ausländischer Aussteller und Fachbesucher haben neue Höchstwerte erreicht und die internationalen Fachmessen entwickeln sich deutlich dynamischer als der Branchendurchschnitt. Auch die Finanzkennzahlen sprechen eine klare Sprache: 229 Millionen Euro Jahresumsatz mit einem Gewinn von 8,2 Millionen Euro – und das ohne öffentliche Subventionen. Für die beiden Geschäftsführer Roland Fleck und Peter Ottmann ruht der Erfolg dabei auf mehreren Schultern: „Unsere Veranstaltungen entwickeln sich prächtig und wachsen auch 2015 organisch. Wir sind leicht über Plan und damit voll auf Kurs. Zudem forcieren wir aktuell unser internationales Engagement und entwickeln gezielt erfolgversprechende Formate in den Zielmärkten unserer Kunden.“ Mit Blick auf die nächsten Schritte in der Unternehmensentwicklung kündigen beide Geschäftsführer einen „heißen Herbst“ an.

Positive Entwicklung setzte sich fort

Nüchtern liest sich das Geschäftsjahr 2014 der NürnbergMesse Group wie folgt: 29 171 Aussteller haben im Rahmen von 151 Veranstaltungen mit 1,32 Millionen Besuchern 994.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche gebucht. In Superlativen ausgedrückt bedeutet dies: Die NürnbergMesse blickt auf das flächenstärkste Jahr ihrer Unternehmensgeschichte zurück und konnte neue Rekorde bei den Anteilen ausländischer Aussteller und Fachbesucher erzielen. Innerhalb der NürnbergMesse Group hat auch die NürnbergMesse GmbH ihre positive Entwicklung fortgesetzt: Die Umsatzerlöse der GmbH betrugen 2014 192 Millionen Euro, der EBITDA lag bei 37,3 Millionen Euro. „Das Unternehmen ist finanziell kerngesund aufgestellt und bewährt sich zugleich am Markt hervorragend. Wir gehören damit in Deutschland zu den ganz wenigen Messegesellschaften, die regelmäßig Gewinne erwirtschaften und keine Zuschüsse durch die Gesellschafter benötigen“, so Fleck. Bemerkenswert sei zudem, dass die NürnbergMesse seit Abschluss der Investitionen in die Halle 3A, die aus eigener Kraft gestemmt wurde, die Verbindlichkeiten der GmbH um über 26 Millionen Euro reduziert hat.
Allen Streiks bei Bahn und im Luftverkehr zum Trotz entwickelten sich auch im ersten Halbjahr 2015 die Fachmessen der NürnbergMesse deutlich besser als der Branchenschnitt: Bereits 2014 lag die Entwicklung mit drei Prozent mehr Ausstellern, sieben Prozent mehr Fachbesuchern und weiteren sieben Prozent Zuwachs bei der Ausstellungsfläche erheblich über dem Trend der deutschen Messewirtschaft.

Hohe Nachfrage


Ottmann macht deutlich, warum dies auch 2015 so ist: „Egal ob BIOFACH, IWA OutdoorClassics, Enforce Tac, embedded world oder FeuerTRUTZ – unsere Veranstaltungen wachsen organisch, weil sie sich national wie international einer ausgesprochen hohen Nachfrage erfreuen. Dieser gesunde Mix ist das beste Mittel gegen konjunkturelle Unwägbarkeiten!“
Die positiven Ergebnisse im heimischen Messezentrum werden – was die Dynamik betrifft – sogar noch von der internationalen Entwicklung der NürnbergMesse übertroffen. Und Geschäftsführer Ottman bringt es auf den Punkt: „In Nürnberg geboren, in Europa aufgewachsen, in der Welt zuhause! Fünf Tochtergesellschaften weltweit und seit diesem Jahr auch noch die neue Niederlassung in Österreich unterstreichen: Das A und O ist es, in den Märkten vor Ort präsent zu sein.“

„Indian Chemicals Care Convention“

Im März 2015 hat die „Indian Chemicals Care Convention“ parallel zur „Home and Personal Care Ingredients“ in Mumbai erstmals ihre Tore geöffnet, in Österreich gibt es seit Kurzem unter Leitung von Inge Tremmel eine eigene NürnbergMesse Austria, im Oktober 2015 startet die Beviale Moscow. Aktuell laufen Vorbereitungen zur Stärkung des Brasilien-Geschäfts: So soll im Mai 2016 die POWTECH Brasil parallel zur FCE Pharma und FCE Cosmetique ihre Tore öffnen.
Für die zweite Jahreshälfte 2015 erwarten Fleck und Ottmann zudem einen „heißen Herbst“: „Erstens zeigen die Anmeldestände bei der vermieteten Ausstellerfläche, insbesondere für FachPack, BrauBeviale und SPS IPC Drives, dass wir in Summe weitere deutliche Steigerungsraten erwarten können. Zweitens gehen neue, hoffnungsvolle Formate wie ‚Street Food Convention‘ in Kombination mit der BrauBeviale oder Insights-X unseres Partners Spielwarenmesse eG an den Start. Und drittens arbeiten wir aktuell am nächsten wichtigen Schritt unserer Unternehmensentwicklung. Hierzu werden wir sicherlich nach der kommenden Aufsichtsratssitzung mehr verraten.“ Das Erfolgsrezept „NürnbergMesse“ macht also Appetit auf mehr!
(Ralph Schweinfurth)

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 42 (2017)

Sollen Arbeitnehmer das Recht haben, auf eine 28-Stunden-Woche zu reduzieren?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 20. Oktober 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter IG-Metall Bayern

(JA)

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.