Wirtschaft

Nicht nur Menschen mit Behinderung sollen eine Berufsausbildung machen können, auch lernbeeinträchtigte oder sozial benachteiligte junge Menschen sollten gefördert werden. (Foto: dpa)

24.08.2015

Mit der assistierten Ausbildung neue Zielgruppen erschließen

Brossardt: „Demografischer Wandel erfordert neue Wege“

Die vbw begrüßt die assistierte Ausbildung, die mit Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 1. September 2015 als Förderinstrument der Bundesagentur für Arbeit eingeführt wird. Ziel ist es, mehr lernbeeinträchtigte oder sozial benachteiligte junge Menschen zu einem erfolgreichen Abschluss einer dualen Berufsausbildung zu führen. Auch die ausbildenden Firmen werden durch begleitende Maßnahmen unterstützt. Für das Ausbildungsjahr 2015/16 werden auf diesem Weg deutschlandweit 10.000 Plätze gefördert, in Bayern 750. Brossardt: „Die assistierte Ausbildung greift die Erfolgsfaktoren aus unserem Modellprojekt power(me) auf, das Jugendliche mit Defiziten bei schulischen Leistungen oder sozialen Kompetenzen durch ein spezielles Begleitprogramm zu einem erfolgreichen Berufsabschluss in der M+E Industrie führt. Die bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände bayme vbm haben es bereits 2011 gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit ins Leben gerufen. Mit Hilfe dieses Projekts wurden 154 Jugendliche mit Startschwierigkeiten in eine M+E Ausbildung vermittelt.“

Die assistierte Ausbildung unterstützt Unternehmen und Jugendliche in der Auswahl- beziehungsweise Bewerbungsphase. Während der Ausbildung erhalten die jungen Erwachsenen unter anderem Förderunterricht. Brossardt: „Die berufliche Bildung ist ein zentraler Pfeiler beim Einstieg in das Erwerbsleben. Daher müssen möglichst viele Jugendliche ihre Ausbildung erfolgreich abschließen und ohne Umwege in das Berufsbildungssystem integriert werden.“  

„Für die Unternehmen im Freistaat wird es zunehmend schwieriger, ihre Ausbildungsplätze mit geeigneten Bewerbern zu besetzen. Im Juli 2015 standen laut Bundesagentur für Arbeit 77.200 Bewerber 92.467 gemeldeten Berufsausbildungsstellen gegenüber“, sagte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. „Für die vorhandenen dualen Ausbildungsplätze gibt es nicht genug Bewerber. Derzeit gehen wir davon aus, dass bayernweit rund 11.000 duale Berufsausbildungsstellen nicht besetzt werden können. Um die Ausbildungslücke zu kompensieren, müssen wir neue Potenziale erschließen, insbesondere auch von leistungsschwächeren oder sozial benachteiligten Jugendlichen.“ (ibw)

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