Wirtschaft

Von den deutschen Seehäfen aus in alle Welt: Nach den USA ist das Reich der Mitte der wichtigste Absatzmarkt für die bayerische Metall- und Elektroindustrie. (Foto: dpa)

26.08.2015

Bayerische Firmen spüren Schwächephase im Reich der Mitte

Maschinen und Autos aus Bayern verkauften sich in China lange wie warme Semmeln

Die Wachstumsschwäche in China macht auch den bayerischen Metall- und Elektrounternehmen schwer zu schaffen:Im ersten Halbjahr gingen die Ausfuhren ins Reich der Mitte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 13 Prozent zurück, wie die bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände bayme heute in München mitteilten. Jetzt zeige sich, dass sich die wirtschaftliche Dynamik in China spürbar und dauerhaft verlangsame, sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.  


Für die bayerischen Betriebe ist China inzwischen der zweitwichtigste Exportmarkt nach den USA:Mehr als zwölf Prozent der Metall- und Elektroausfuhren gingen nach Angaben von Brossardt 2014 nach China. Umso schwerer wiege nun der Rückgang des Marktes.  

Verkaufszahlen von Audi und BMW in China rückläufig


Auch die bayerischen Autobauer Audi und BMW hatten die nachlassende Kauffreude der chinesischen Kunden zuletzt deutlich zu spüren bekommen:Im Juli gingen die Verkaufszahlen bei Audi im Vergleich zum Vorjahresmonat um 12,5 Prozent zurück, BMW und Mini verkauften 6 Prozent weniger Autos in China als im Juli 2014.


China ist aber nicht das einzige Sorgenkind für die bayerische Metall- und Elektroindustrie:Deutliche Einbußen gab es auch bei den Exporten nach Russland und Brasilien. "Vor allem die Entwicklung in den Schwellenländern gibt Anlass zur Sorge", sagte Brossardt. Durch Zuwächse in den USA, Großbritannien und einigen anderen Ländern konnten diese Rückgange unter dem Strich aber mehr als ausgeglichen werden: Insgesamt stand ein Exportplus von vier Prozent am Ende des ersten Halbjahres 2015.   


Mit mehr als 800.000 Beschäftigten ist die bayerische Metall- und Elektroindustrie der wichtigste Industriezweig in Bayern. Allein in der ersten Jahreshälfte entstanden nach Angaben der Arbeitgeberverbände rund 11.000 zusätzliche Arbeitsplätze.
(Daniela Wiegmann, dpa)

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