Wirtschaft

Nirgendwo sonst gibt es so viele Milchbauern wie im Freistaat. (Foto: dpa)

24.08.2015

Besonders Bayerns Bauern bringen sinkende Milchpreise in Not

Bayern ist bei der Milch Spitzenreiter in Deutschland

Die sinkenden Milchpreise machen den Bauern in Bayern als wichtigstem Erzeugerland schwer zu schaffen. Viele Milchviehalter fürchteten um ihre Existenz, sagte Landwirt Hans Haunerdinger vom Bundesverband Deutscher Milchviehalter heute der Deutschen Presse-Agentur in München. Seit dem vergangenen Jahr seien die Auszahlungspreise der Molkereien um rund zehn Cent gesunken und lägen zum Teil bei unter 30 Cent pro Kilogramm Milch. "Das kann kein Betrieb auf Dauer überleben." Um ihre Unkosten zu decken, fordern die Bauern mindestens 40 Cent.

Am Dienstag kommender Woche (1. September) wollen die Bauern mit einer Kundgebung in München auf ihre Probleme aufmerksam machen.Die Aktion ist zugleich Abschluss einer bundesweiten Traktorfahrt, die am Montag im schleswig-holsteinischen Hohenwestedt begonnen hat. Auf vier Routen wollen sich Landwirte aus ganz Deutschland auf den Weg in die bayerische Landeshauptstadt machen.

Protestzug wird in Traunstein starten


Haunerdinger rechnet damit, dass auch viele Landwirte aus Bayern mitmachen werden: "Das wird eine stattliche Zahl." Start des bayerischen Protestzuges ist in den frühen Morgenstunden in Traunstein. Von dort fahren die Landwirte auf ihren Traktoren zum Odeonsplatz nach München.  

Bayern ist Deutschlands Milchland Nummer eins. Rund 35.000 Milchbauern gibt es im Freistaat, das ist fast die Hälfte aller Milchbetriebe in Deutschland. Im Durchschnitt haben die Betriebe in Bayern 35 Kühe und sind damit wesentlich kleiner als in anderen Regionen:Der Bundesdurchschnitt liegt laut Bauernverband bei 56 Milchkühen. Für die Betriebe macht jeder Cent beim Milchpreis einen Unterschied: Für einen durchschnittlichen Milchbauern bedeuten schon drei Cent weniger rund 6000 Euro weniger Einnahmen pro Jahr.
(Daniela Wiegmann, dpa)

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