Wirtschaft

25.05.2012

Betreiber reduziert bereits Kosten

Die Zukunft am Flughafen Hof: Verkehrslandeplatz auch ohne Linie

Vier Monate nach der Pleite der Fluggesellschaft Cirrus Air haben die Betreiber des Flughafens Hof-Plauen nun auch offiziell den Linienflugbetrieb Hof-Frankfurt für beendet erklärt.
Von den zuletzt jährlich 8532 Starts und Landungen fielen jedoch neun von zehn unter Geschäftsreise-, Werks- und Privatflugverkehr. „Diese Nutzer werden wir weiter bedienen. Dabei wollen wir einen besseren Service bieten als Bayreuth, also zum Beispiel das Instrumentenlandesystem und den Winterdienst auch künftig unterhalten“, erklärt deshalb Hof-Plauen-Geschäftsführer Hermann Seiferth der Staatszeitung.
Doch müssten die Kosten massiv gesenkt werden. So seien ohne Linienbetrieb lediglich zwei statt vier Mann pro Schicht bei der Feuerwehr erforderlich, so Seiferth. Weshalb jetzt nur noch sechs von vorher elf Leuten am Flugplatz arbeiten. Für die anderen habe man „sozialverträgliche Lösungen gefunden“, beispielsweise beim Landkreis und der Stadt Hof.
Keine Lösung gibt es dagegen beim Mietvertrag für Flächen im Verwaltungs- und Abfertigungsgebäude. Das gehört einem Reiseunternehmer. Laut Seiferth wird „versucht, die Räume umzunutzen“. Doch aus dem Kontrakt kommt die Flughafengesellschaft offensichtlich nicht heraus: „Das sind ganz alte Verträge“, so der Hof-Plauen-Geschäftsführer.
Offen auch die Frage: Wohin fließen künftig die geschätzten 3,5 Millionen Euro, die der Freistaat bislang jährlich nach Hof-Pirk überwies? Das zuständige Wirtschaftsministerium hat erst am Montag vom Hofer Einstellungsbeschluss erfahren. „Ob und gegebenenfalls wie viele der ursprünglich für die Fluglinie vorgesehenen Fördermittel noch in die Infrastruktur des Flugplatzes Hof-Plauen fließen, ist daher noch nicht geklärt“, verlautet eine Sprecherin auf BSZ-Nachfrage.
Im Online-Forum der Hofer Frankenpost lassen sich inzwischen die Bürger über die Flughafengesellschaft aus. So fragt „Rollemaus“: „Für was brauchen wir denn eigentlich zwei Geschäftsführer am Flughafen? Haben die jemals was gebracht außer Rückschritten?“ – „Zwei Geschäftsführer sind schon das Minimum, denk an die Organisation der Flugplatzfeste!“, antwortet „Analytiker“ ironisch und ergänzt: Das bisher geflossene Staatsgeld sei gut „angelegt worden in 250 neue Parkplätze. Allein schon der Ansturm der Menschen beim Grillfest der Betriebsfeuerwehr bedarf dieser Infrastruktur.“ Beim Flugbetrieb habe er dagegen höchstens zehn Autos am Airport gesehen, pflichtet „der Gerechte“ bei.
(Heinz Wraneschitz)

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