Wirtschaft

Klaus Naeve, Vorstandsvorsitzender der Schörghuber Unternehmensgruppe, bei der Bilanzpressekonferenz im Münchner Presse Club. (Foto: Schörghuber Unternehmensgruppe)

11.06.2014

Boom im Bereich Wohnen ungebrochen

Die Schörghguber Unternehmensgruppe konnte 2013 stabile Ergebnisse verzeichnen

Der Umsatz der in München ansässigen Schörghuber Unternehmensgruppe verbesserte sich – ohne den im Konzern at equity einbezogenen Unternehmensbereich Getränke – von 672,7 Millionen Euro im Jahr 2012 auf 739,5 Millionen Euro. Der EBITDA belief sich auf 147,8 Millionen Euro (Vorjahr: 126,3 Millionen Euro), der EBIT lag bei 151,3 Millionen Euro (Vorjahr: 133,5 Millionen Euro) und das Ergebnis nach Steuern bei 85,2 Millionen Euro (Vorjahr: 59,4 Millionen Euro). Die Eigenkapitalquote des Konzerns schließlich lag bei 39,3 Prozent (Vorjahr: 41,1 Prozent).
Wachstumstreiber im Unternehmensbereich Bauen & Immobilien im Jahr 2013 war das Geschäftsfeld Immobilien. Zum Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr trug es 171,3 Millionen Euro (Vorjahr: 139,6 Millionen Euro) von insgesamt 373,0 Millionen Euro (Vorjahr: 388,8 Millionen Euro) bei. Dieser Wert wird sich aufgrund der Ende 2013 erfolgten Übergabe des Joseph Pschorr Hauses und der Bikini Berlin Concept Mall an die Mieter weiter verbessern. In der Projektentwicklung wurden 2013 mit 178 Einheiten zwar etwas weniger Wohnungen verkauft als im Vorjahr (194), das Beurkundungsvolumen lag mit 102,5 Millionen Euro aber deutlich über dem von 2012 (91,4 Millionen Euro).
Von den im Vorjahr im Bau befindlichen oder fertiggestellten Projekten waren zum Jahresende 2 bereits 453 von 501 Wohneinheiten verkauft. Im Geschäftsjahr 2014 werden unter anderem mit den Projekten Am Mühlbach und Olympia Wohn Park über 300 Wohneinheiten in die Vermarktung gehen. In Stuttgart errichtet die Bayerische Hausbau darüber hinaus mit dem Projekt Milaneo derzeit 415 Wohnungen.

Beständiges Volumenwachstum

Auch für die Fertighaus-Tochter der Bayerischen Hausbau verlief das abgelaufene Geschäftsjahr erfolgreich: Hanse Haus konnte mit 80,4 Millionen Euro den bislang höchsten Umsatz ihrer Unternehmensgeschichte verbuchen. Insgesamt belief sich der EBITDA des Unternehmensbereiches Bauen & Immobilien 2013 auf 119,9 Millionen Euro (Vorjahr: 123,6 Millionen Euro). Das Ergebnis nach Steuern lag bei 99,7 Millionen Euro (Vorjahr: 83,6 Millionen Euro).
Der Unternehmensbereich Getränke umfasst die Paulaner Brauerei Gruppe, die Kulmbacher Gruppe und die Südwest Gruppe mit Fürstenberg, Hoepfner und Schmucker. Diese konnten sich 2013 – trotz eines rückläufigen Markts und der bei einigen Marken vorgenommenen Preiserhöhungen – erneut positiv vom Wettbewerb absetzen. Der Umsatz hielt sich mit 599,1 Millionen Euro annähernd auf Vorjahres-niveau (601,5 Millionen Euro). Das Ergebnis nach Steuern verzeichnete mit 23,2 Millionen Euro (Vorjahr: 20,5 Millionen Euro) ein leichtes Plus, ebenso der EBITDA, der bei 81,0 Millionen Euro (Vorjahr: 80,1 Millionen) lag. Insgesamt legte der Absatz um 1,2 Prozent zu. Im Juli 2013 verzeichneten die Brauereien den besten Monat der Unternehmens-geschichte: Mehr als 600 000 Hektoliter wurden allein in diesem Monat verkauft. Wachstumstreiber waren erneut das Segment Alkoholfreie Getränke, aber auch die erfolgreiche Platzierung von Innovationen am Markt.  Darüber hinaus gelang es den Brauereien, den Marktanteil in ihrem Hauptabsatzgebiet (Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Sachsen) um 0,2 Prozentpunkte auf 12,6 Prozent zu steigern und damit die Marktführerschaft in diesem Gebiet zu erringen. Schließlich wurde der Planungsprozess für den Brauereineubau der Paulaner Brauerei in München-Langwied 2013 abgeschlossen: Seit Frühjahr 2014 wird gebaut. 

Auslaufende Pachtverträge dämpfen das Ergebnis

Der Umsatz im Unternehmensbereich Hotel lag 2013 bei 210,3 Millionen Euro (Vorjahr: 215,8 Millionen Euro). Das Ergebnis nach Steuern betrug minus 10,1 Millionen Euro (Vorjahr: minus 3,0 Millionen Euro), der EBITDA 6,1 Millionen Euro (Vorjahr: 14,7 Millionen Euro). Das Ergebnis der 20 im Unternehmensbereich Hotel zusammengefassten im Eigentum befindlichen und gepachteten Hotels in Deutschland, der Schweiz und auf Mallorca wurde, wie schon im Vorjahr, maßgeblich von nicht rentablen Pachtverträgen belastet. Diese Verträge, von denen einer bereits fristgerecht gekündigt wurde, laufen zwischen 2015 und 2017 aus. Erschwerend kam die im vergangenen Jahr aufgrund aufwendiger Renovierungsarbeiten notwendige neunmonatige Schließung des Sheraton Mallorca Arabella Golf Hotel hinzu. Das Haus wurde im Herbst wieder eröffnet und soll im laufenden Geschäftsjahr zu einem verbesserten Umsatz beitragen. In München und Stuttgart werden zudem zwei weitere Häuser gebaut, die 2015 als die beiden ersten Aloft Hotels in Deutschland eröffnen werden. 

Lachszucht in der Gewinnzone

Zum vierten Unternehmensbereich Seafood gehören die beiden chilenischen Gesellschaften Ventisqueros und Glaciares Pacificos. Letztere wurde zum 1. Januar 2013 durch die Schörghuber Unternehmensgruppe übernommen, um dem Bereich zusätzliche Produktionskapazitäten zu eröffnen. Sie tritt nach Außen hin allerdings nicht als selbstständige Marke auf. Die Produktion des Unternehmensbereiches Seafood umfasst die drei Spezies Atlantiklachs, Lachsforelle und Pazifiklachs (Coho). Hauptabsatzmärkte sind Japan, die USA und Brasilien. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnete Seafood aufgrund der Übernahme von Glaciares Pacificos ein überproportionales Wachstum. Der Umsatz stieg mit 173,5 Millionen Euro auf mehr als das Doppelte des Vorjahres (81,1 Millionen Euro). Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf 5,6 Millionen Euro (Vorjahr: minus 29,1 Millionen Euro), der EBITDA stieg von minus 28,7 Millionen Euro auf 13,8 Millionen Euro. Grund für diese positive Ergebnisentwicklung waren zum einen die eingeleiteten Konsolidierungsmaßnahmen und zum anderen der Anstieg der Weltmarktpreise zur Jahresmitte hin. (FHH)

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