Wirtschaft

Das Mediale Haus 2.0 steht in Kammerstein. (Foto: Wraneschitz)

06.03.2015

Das Mediale Haus 2.0

Haustechnik, Medien, Kommunikation im Einklang

Am kommenden Montag wird mit großem Brimborium „Das Mediale Haus 2.0“ im mittelfränkischen Kammerstein (Landkreis Roth) offiziell eröffnet: Finanz- und Heimatminister Markus Söder (CSU) ist nur einer der vielen prominenten Premierengäste. Die Staatszeitung durfte sich schon vorher umsehen im neuen Bürohaus von Franken-Lehrmittel.
Lichtschalter: Wer den Griff hinter die Tür gewohnt ist, wenn er ein Zimmer betritt, hat Pech: Im „Medialen Haus 2.0“ (MH2.0) wird selbst in den Lagerräumen die Beleuchtung über Sensoren zu- und abgeschaltet. Hell ist es immer da, wo man gerade ist, und hinter einem wird es wieder dunkel. Zumindest so lange niemand in die vorprogrammierte Lichtsteuerung eingreift.
Seit die „Franken Lehrmittel Medientechnik Krug & Langer GmbH“ im November 2014 von Nürnberg in den Landkreis Roth umgezogen ist, übt das 17-kopfige Team fleißig mit der ungewohnten Technik: „Manche Stellen hinter den Türen wurden gleich am Anfang ein wenig abgegriffen“, schmunzelt Geschäftsführer Rüdiger Krug. Inzwischen haben sich alle dran gewöhnt, dass der Griff zum Schalter unnötig ist.
Doch die Beleuchtung ist nur ein Punkt im Konzept von MH2.0. „Die Integration aller relevanten Technikbereiche unter einer Infrastruktur und einer Benutzeroberfläche, die Vernetzung für Bild, Ton, Daten, Haussteuerung“, diese Idee sei hier verwirklicht, erklärt Rüdiger Krug.
Stolz ist er darauf, dass die 800 Quadratmeter Nutzfläche des neuen Bürogebäudes „durchgängig Showroom, nicht nur ein bisschen“ sind. Er selbst hat schon einige Jahre Erfahrung mit dem vollautomatischen Betrieb eines Hauses, gesteuert mit Touch Panels: Sein eigenes Wohnhaus, ein paar Kilometer entfernt, wurde als „Mediales Haus 1.0“ errichtet. Darin lebt er seit 2007 mit Frau und Hund. Und im dortigen Präsentationsraum hatte er schon um die 600 Planer zu Gast, die sich Ideen für ihre eigenen Hauskonzepte holten.
Dass viele auf Krugs Firma zurückgriffen, insbesondere für Medienräume, zeigt die Kundenliste mit Industriegrößen, Behörden, Verlage, Rundfunk. Doch Krug will mehr: „Die Architekten mit ins Boot holen, Räume verkaufen, nicht technische Details“. Dazu hat er ein Netzwerk von 18 Unternehmen aufgebaut; mit denen zusammen bietet Krug Lösungen an. „Ambient Assisted Working“, umgebungsunterstütztes Arbeiten, nennt er die.
Sein wichtigster Partner ist der Herzogenauracher Ingenieur Bernd Schindler. Mit dem entwickelt Krug bereits Standards für Konferenzräume: Konzerne richten ihre Räume an unterschiedlichen Orten gleich ein, es gibt keine Anpassungsprobleme. „Das Nutzungskonzept, nicht das Produkt wird standardisiert. Es gibt eine einheitliche Bedienungsoberfläche und Software“, erläutert Schindler. Im MH2.0 komme zur verknüpften Medien- noch die Haustechnik dazu. „Wichtig sind heute die Themen Energiesparen und Green Building. Alles ist messbar, die Energieverläufe werden ausgewertet, ohne Mehraufwand für zusätzliche Hardware.“ (Heinz Wraneschitz)

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