Wirtschaft

Eberhard Sasse kämpft mit Leidenschaft für das freie Unternehmertum und eine Kultur der Selbstständigkeit. (Foto: Schweinfurth)

28.03.2014

„Der Politik klar sagen, was die Wirtschaft braucht“

Münchens IHK-Präsident Eberhard Sasse über die Funktion von Industrie- und Handelskammern

Die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern ist mit rund 387.000 Mitgliedern Deutschlands größte IHK. Seit vergangenem Oktober hat sie einen neuen Präsidenten. Wir sprachen mit Eberhard Sasse über die Schwerpunktthemen, die er voranbringen will.

BSZ: Herr Sasse, welche Ziele verfolgen Sie als IHK-Präsident?
Sasse: Erst einmal mit Leidenschaft für das freie Unternehmertum und eine Kultur der Selbstständigkeit einzutreten. Denn es sind die Unternehmer, die Wirtschaft machen, und nicht die Politik.

BSZ: Das wird von der bayerischen Staatsregierung aber gern anders dargestellt.
Sasse: Die IHK muss gegenüber der Politik klar äußern, was für eine er-folgreiche Wirtschaftspolitik wichtig ist. Denn die kleinen und mittleren Betriebe sind das Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Nur mit einem starken Mittelstand kann Deutschland wirtschaftlich erfolgreich sein.

BSZ: Die Politik vermittelt aber oftmals den Eindruck, dass Unternehmer permanent darauf aus sind, andere zu übervorteilen. Darum müssten sie besonders kontrolliert und reglementiert werden.
Sasse: Das mag für einige schwarze Schafe gelten. Aber gerade kleine und mittlere Familienunternehmen fühlen sich den Tugenden des Ehrbaren Kaufmanns verpflichtet.

BSZ: Welche Tugenden sind denn das?
Sasse: Das sind zum Beispiel Werte wie Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Umsichtigkeit und unternehmerischer Weitblick. Bereits seit 1956 hat die IHK den gesetzlichen Auftrag, für Anstand und Sitte des Ehrbaren Kaufmanns zu wirken, sich also für Fairness und Nachhaltigkeit im Wirtschaftsleben einzusetzen.

BSZ: Das müsste die IHK aber nicht nur der Politik klarmachen, sondern der gesamten Gesellschaft.
Sasse: Das tun wir auch. Wir verschaffen den Kammermitgliedern Gehör bei Politik und anderen Interessengruppen wie zum Beispiel Sozialverbänden. Diese sind ja immerhin die größten Arbeitgeber in Deutschland...(Ralph Schweinfurth)

(Lesen Sie das vollständige Interview in der gedruckten Ausgabe der Bayerischen Staatszeitung vom 28. März 2014)

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