Wirtschaft

Um überleben zu können, brauchen Unternehmen wie Spinnen ein Netzwerk. (Foto: Bilderbox)

06.12.2013

Ein „Additiv“ für die bayerische Wirtschaft

Unternehmensnetzwerk Enterprise Europe Network soll helfen, die Chancen des Binnenmarkts zu nutzen

Unternehmensnetzwerke können nützlich sein, zumindest schaden sie nicht. Fragt sich nur, wer davon profitiert. „Wir stehen Unternehmen zur Seite“ – so heißt der Slogan des europäischen und mit EU-Mitteln geförderten Unter-
nehmensnetzwerks Enterprise Europe Network (kurz EEN), das kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) helfen soll, den europäischen Markt bestmöglich zu nutzen.
Dass die bayerischen und österreichischen Unternehmen dafür Verbesserungsbedarf sehen, wurde deutlich auf einer Konferenz der Industrie-und Handelskammern Bayerns und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) am in der bayerischen Landesvertretung in Brüssel.
 Das Netzwerk laufe aus dem (europäischen) Rahmen und die EU-Kommission, unter deren Dach es arbeite, reiße in einem Wahn außenpolitischen Aktionismus zusätzliche Zuständigkeiten an sich, lautete die Hauptkritik. Die EU-Behörde kommissioniere zu viel und das Netzwerk leide unter zunehmender EU-Bürokratie. „Wir können’s nicht verhindern, also machen wir lieber mit“, sagten Vertreter der bayerischen Exportwirtschaft hinter vorgehaltener Hand zur Staatszeitung.
Mit fast 600 Mitgliedsorganisationen in über 50 Ländern sei das Enterprise Europe Network das größte Netzwerk seiner Art in Europa, heißt es auf der EEN-Webseite. Zu den Mitgliedsorganisationen gehören Industrie und Handelskammern, Technologiezentren, Hochschulen und Wirtschaftsförderungsagenturen, in Form von regionalen Teilnetzwerken, so genannten Konsortien international miteinander verwoben.
Zum EU-Beratungsnetzwerk für Unternehmen in Bayern gehören zehn Organisationen: die drei Industrie- und Handelskammern (IHKs) von München und Oberbayern, Schwaben und Oberfranken Bayreuth, das Außenwirtschaftszentrum der bayerischen IHKs, die Handwerkskammer für München und Oberbayern, die Exportfördergesellschaft Bayern Handwerk International, die Bayerische Gesellschaft für Innovationsförderung und Technologie-Transfer „Bayern Innovativ“, die Hochschulberatungsgesellschaft „Bayerische Forschungsallianz“, das Auftragsberatungszentrum Bayern e. V. (ABZ) sowie der TÜV Rheinland Consulting GmbH. Patrick Kenis, Netzwerkexperte und Studiendekan an der Antwerpener Management School, sagte, es müsse klar sein, wofür das Netzwerk überhaupt da sein soll. Aus der Sicht der KMUs sei der „Business Value“ wichtig. Ein Netzwerk, das nur als eine Datenbank fungiere, sei für die KMUs ohne Wert...(Rainer Lütkehus)

Lesen Sie den vollständigen Artikel in der gedruckten Ausgabe der Bayerischen Staatszeitung vom 6. Dezember 2013.

 

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