Wirtschaft

Die der bayerische Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit findet Hartz IV gut. (Foto: Bundesagentur für Arbeit)

17.12.2014

Eine Dekade Hartz IV: Regionaldirektion zieht positive Bilanz

Vor zehn Jahren wurde in Deutschland die Grundsicherung eingeführt

Die bayerischen Jobcenter haben zehn Jahre nach der Einführung der Grundsicherung eine positive Bilanz gezogen. So sei die Zahl der arbeitslosen Hartz-IV-Bezieher von 220.000 im Jahr 2005 auf nunmehr 132.000 gesunken, sagte die zuständige Geschäftsleiterin der bayerischen Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Renata Häublein, heute in Nürnberg. Doch es gebe auch noch einige offene Baustellen.  
Zum 1. Januar 2005 waren Sozial- und Arbeitslosenhilfe zur Grundsicherung zusammengelegt worden. Die Leistung ist als Hartz IV bekannt und wird an Langzeitarbeitslose ebenso ausgezahlt wie an Jobsuchende nach dem Uni-Abschluss, weil diese noch nie in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben.  
Ziel der Reform war es, den Betroffenen aus einer Hand die finanzielle Unterstützung zum Lebensunterhalt auszuzahlen und zugleich bei der Integration in den Arbeitsmarkt zu helfen. Dazu arbeiten nun in fast allen Jobcentern die Kommunen mit ihren Sozialleistungen wie Drogen- oder Schuldnerberatung sowie die Bundesagentur mit ihrem arbeitsmarktpolitischen Maßnahmenbündel zusammen. Dies klappe inzwischen sehr gut, bilanzierte Häublein.
Probleme sieht sie vor allem bei der Vermittlung von Langzeitarbeitslosen, aber auch von Hartz-IV-Beziehern unter 25 oder über 50 Jahren. "Da ist noch lange kein Ende in Sicht, was wir da an Herausforderungen haben." Ein weitere Schwierigkeit: Durch den guten Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren haben viele leicht zu vermittelnde Hartz-IV-Bezieher einenJob gefunden. Gut die Hälfte der Verbleibenden habe hingegen gravierende Probleme, die einer Jobaufnahme zunächst imWege stünden, schilderte Häublein.
(Elke Richter)

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Kommentare (1)

  1. SuperHorsti am 29.12.2014
    Hartzler müssen sich ihres Stellenwertes in der Gesellschaft schon bewußt werden. Entsprechende Demutsgesten wie in Stadtparks den Müll aufzusammeln oder die öffentlichen Toiletten zu putzen sollten selbstverständlich sein. In Einkaufszentren sollte man sie an die Kasse stellen um die Einkäufe zusammenzupacken und zum Auto zu tragen.
    Jugendliche HartzIV Empfänger sollten neben der Schule am Samstag ebenso solche Aufgaben ausfüllen, z.B. in der Schule putzen. Dies zeigt ihnen gleich ihren Stellenwert in der Klasse auf.
    Wenn man diese Maßnahmen umsetzt dann würde sich die Zahl der Empfänger binnen kürzester Zeit halbieren weil die Leute alles tun würden um wieder selbstbestimmt zu leben und nicht mehr gedemütigt zu werden

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