Wirtschaft

Modulare Produkte sorgten im 1. Halbjahr bei der Allianz Deutschland AG für Wachstum. (Foto: Allianz)

18.08.2014

Erfolg durch Finanzstärke

Die Allianz Deutschland AG bleibt auch im 1. Halbjahr 2014 weiter auf Wachstumskurs

Die Allianz Deutschland AG blieb auch im ersten Halbjahr 2014 auf Wachstumskurs. Der Umsatz stieg um 9,2 Prozent auf 17,1 (1. Halbjahr 2013: 15,6) Milliarden Euro. Dazu trugen vor allem die Lebensversicherung und die Schaden- und Unfallversicherung bei. Begünstigt durch eine im Vergleich zum Vorjahr wesentlich geringere Belastung durch Elementarschäden legte das operative Ergebnis der Allianz Deutschland von 0,8 auf 1,3 Milliarden Euro zu. Das Halbjahresergebnis erhöhte sich aufgrund eines technischen Effekts nur um 6,0 Prozent auf 540 (509) Millionen Euro. "Die Ergebnisse sind ein Beleg dafür, dass wir unser Geschäft erfolgreich auf die Erwartungen und den Bedarf unserer Kunden ausrichten", sagte Markus Rieß, Vorstandsvorsitzender der Allianz Deutschland AG.

Stark nachgefragt "PrivatSchutz"

In der Schaden- und Unfallversicherung stiegen die Beitragseinnahmen um 3,6 Prozent auf 5,9 (5,7) Milliarden Euro. Dabei wirkten sich vor allem ein starkes Firmengeschäft und die Kraftfahrtversicherung aus. Letztere erhöhte ihre Beitragseinnahmen um 4,2 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Erfolgreich verlief auch das Neugeschäft. Die Neu- und Mehrbeiträge in der Schaden- und Unfallversicherung nahmen insgesamt um 5,3 Prozent auf 691 (657) Millionen Euro zu. Stark nachgefragt war das modulare Produktkonzept "PrivatSchutz", bei dem die Privat-Haftpflicht-, Wohngebäude-, Hausrat- und Rechtsschutzversicherung individuell zusammengestellt werden können. Seit der Einführung im Mai 2013 hat Deutschlands größter Versicherer 789 000 PrivatSchutz-Policen verkauft. Allein im ersten Halbjahr 2014 waren es rund 340 000 Policen.

Weniger Aufwand für Schäden

Der Aufwand für Schäden sank von 2,8 auf 2,5 Milliarden Euro. Hatte der Versicherer im Vorjahreshalbjahr für Elementarschäden noch einen Aufwand von 345 Millionen Euro nach Rückversicherung zu verkraften, so fielen im ersten Halbjahr 2014 Aufwendungen für Elementarschäden in Höhe von 101 Millionen Euro an. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote, die das Verhältnis von Kosten und Schadenaufwand zu den verdienten Beiträgen beschreibt, ging damit von 101,1 Prozent im Vorjahr auf 91,3 Prozent zurück. Die normalisierte kombinierte Schaden-/Kostenquote sank gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Prozentpunkte von 96,7 auf 92,5 Prozent. Ihre Kostenquote hat die Schaden- und Unfallversicherung von 27,0 Prozent2 auf 25,7 Prozent gesenkt.
"Dass die Maßnahmen des Zukunftsprogramms Sachversicherung nachhaltigen Erfolg zeigen, ist nun an den Zahlen ablesbar", erläuterte Rieß. Die Allianz Deutschland hatte ihr integriertes Wachstums-, Schaden- und Kostenprogramm im Jahr 2011 aufgesetzt.

Plus bei Geschäft gegen Einmalbeiträge

Die Lebensversicherung steigerte ihre Beitragseinnahmen um 15,8 Prozent auf 9,4 (8,1) Milliarden Euro. Dabei legte das Geschäft gegen Einmalbeiträge mit einem Plus von 35,8 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro besonders dynamisch zu. "Wir gewinnen immer mehr Kunden, die mit Einmalbeiträgen für ihr Alter vorsorgen. Dies belegt die Attraktivität und Finanzstärke der Lebensversicherung", betonte Rieß. Die laufenden Beiträge blieben mit einem Plus von 0,3 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro stabil.
Von zunehmender Bedeutung für Kunden sind Angebote, mit denen sich individuell Sicherheit und Renditechancen ausbalancieren lassen. Daher wurden besonders Produkte mit neuen Garantien verstärkt nachgefragt. Im ersten Halbjahr 2014 stammte jeder zweite neu verdiente Euro (52 Prozent) in der privaten Altersvorsorge aus einem Vertrag mit neuen Garantien, im zweiten Quartal waren dies schon 55 Prozent des Neugeschäfts. Speziell der Erfolg des Vorsorgekonzepts "Perspektive" setzt sich mit 30 000 abgeschlossenen Verträgen in den ersten sechs Monaten des Jahres fort. Insgesamt schlossen die Kunden gut 50 000 Verträge seit Einführung von Perspektive im Juli 2013 ab.

Krankenversicherung gewinnt Kunden hinzu

Zum Ende des ersten Halbjahres waren 2,6 Millionen Personen bei der Allianz krankenversichert, 21 000 Personen mehr als im Vorjahr. Die Krankenversicherung wächst, auch wenn sich die Beitragseinnahmen aufgrund technischer Effekte von 1,7 auf 1,6 Milliarden Euro reduziert haben. Ausschlaggebend waren hier im Wesentlichen die für viele Kunden sinkenden Beiträge der Allianz Private Krankenversicherungs-AG. Mindernd wirkte sich zudem die Einführung des Notlagentarifs im Jahr 2013 aus, der eine Beitragsermäßigung für Versicherte in finanziellen Notlagen vorsieht.
Die verwalteten Kapitalanlagen wuchsen zum Geschäftsjahr 2014 um 5,7 Prozent auf 255 (242 am 31.12.2013) Milliarden Euro. Das Kapitalanlagenergebnis stieg auf 5,9 (5,2) Milliarden Euro. Hier fielen vor allem Gewinne aus Zinsabsicherungsgeschäften infolge sinkender Zinsen sowie aus Anlagen in Fremdwährungen an. Die Bewertungsreserven, also die Differenz zwischen den Buchwerten der Kapitalanlagen und ihren Marktwerten, lagen aufgrund gefallener Zinsen mit 36,7 Milliarden Euro um rund 12,7 Milliarden Euro über dem Wert zum Jahresende 2013.
"Vorausgesetzt, dass wir von größeren Naturkatastrophen und Großschäden im laufenden Jahr verschont bleiben, werden wir die Ziele des Zukunftsprogramms Sachversicherung wie geplant erreichen", sagte Rieß. Hier hatte sich die Allianz Deutschland für die Schaden- und Unfallversicherung bis Ende 2014 einen Umsatz von 9,5 Milliarden Euro, eine Kostenquote von 26 Prozent und eine kombinierte Schaden-/Kostenquote von 95 Prozent vorgenommen. (BSZ)

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