Wirtschaft

Gegen Airbus laufen Ermittlungen wegen des Verdachts auf Bestechung ausländischer Amtsträger, Untreue und Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit dem Verkauf von Satellitentechnik nach China. (Foto: dpa)

15.12.2014

Ermittlungen zu weiterem Korruptionsverdacht bei Airbus bestätigt

Ausländische Amtsträger sollen bestochen worden sein

Die Staatsanwaltschaft München geht einem weiteren Korruptionsverdacht beim Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus nach. Ein Sprecher der Behörde bestätigte heute Ermittlungen wegen des Verdachts auf Bestechung ausländischer Amtsträger, Untreue und Steuerhinterziehung im Zusammenhang mit dem Verkauf von Satellitentechnik nach China. Die Untersuchungen richteten sich gegen eine niedrige einstellige Zahl von Beschuldigten.  
Es bestehe der Verdacht, dass von 2008 bis 2011 auf Basis von Vereinbarungen aus dem Jahr 2004 insgesamt ein sechsstelliger Betrag als Bestechungsgeld gezahlt worden sei. Damit bestätigte die Behörde einen "Spiegel"-Bericht. Wegen des Steuergeheimnisses könnten keine weiteren Angaben werden.  
Laut "Spiegel" durchsuchten Fahnder im Zusammenhang mit den Vorwürfen bereits im Oktober die Airbus-Deutschland-Zentrale in Ottobrunn sowie die Räume der Airbus-Tochter Tesat in der Nähe von Stuttgart. Der Vorwurf: Ein für den Einkauf zuständiger Abteilungsleiter beim chinesischen Staatskonzern China Aerospace solle bestochen worden sein, hieß es in dem Bericht. Der Manager solle von Tesat über die Jahre hinweg weit mehr als eine halbe Million Euro erhalten haben. Laut Akten habe ihm die Airbus-Satelliten-Tochter ein Prozent des Nettoauftragswerts für jedes Geschäft versprochen, das er mit China Aerospace vermittelt habe.  
Airbus bestätigte Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Fall Tesat. "Airbus Group hat auch in diesem spezifischen Fall bereits eigene Ermittlungen eingeleitet", erklärte ein Sprecher der Airbus Group. Erst kürzlich waren Durchsuchungen der Staatsanwaltschaft München wegen mutmaßlicher Bestechungszahlungen beim Verkauf von Grenzsicherungssystemen an Saudi-Arabien und Rumänien bekanntgeworden. (Christine Schultze, dpa)

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