Wirtschaft

Kabelspezialist Leoni hofft auf den lange geplanten Gewinnsprung. (Foto: Leoni AG)

17.03.2015

Erneute Durststrecke

2016 will Leoni die Früchte seiner Investitionen ernten

In diesem Jahr dürften noch einmal millionenschwere Investitionen die Leoni-Bilanz trüben - dann aber will der Nürnberger Autozulieferer die Früchte seiner mehrjährigen Expansionsstrategie ernten. 2016 soll der Umsatz auf bis zu 5 Milliarden Euro steigen. Dies entspräche einem Zuwachs von rund 700 Millionen Euro im Vergleich zu den für 2015 angepeilten Erlösen, sagte der scheidende Leoni-Vorstandschef Klaus Probst heute in Nürnberg. Er wird sein Amt im Mai an den bisherigen Finanzchef Dieter Bellé übergeben.
Allein 2015 will der Bordnetz- und Kabelhersteller 240 Millionen Euro in neue Projekte und Produktionslinien in China, Mittelamerika, Nordafrika und Osteuropa stecken; im Jahr 2014 waren es mit 215,8 Millionen Euro kaum weniger. In den vergangenen drei Jahren seien weit mehr als eine halbe Milliarde Euro in Werkserweiterungen und neue Werke geflossen - vor allem in die Zukunftsmärkte in Asien, erläuterte der Vorstandschef.  
Neben den enormen Investitionen in neue Produktionslinien hätten im vergangenen Jahr auch Probleme bei einer Produktionsumstellung in Mexiko auf den Gewinn gedrückt. Auch die starke Rubelabwertung habe die Bilanz belastet und den Gewinn um rund fünf Millionen Euro gedrückt. Probleme in einem Werk in der Westukraine habe das Management dagegen inzwischen in Griff bekommen.  
Für das laufende Jahr rechnet Leoni erneut nur mit einem moderaten Wachstum. Finanzchef Bellé geht von einem Umsatz von 4,3 Milliarden Euro aus; dies wären rund 200 Millionen Euro oder knapp 5 Prozent mehr als 2014. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern werde wohl bei mehr als 200 Millionen Euro liegen. Im Vorjahr waren die Umsatzerlöse um 4,7 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro gestiegen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern lag bei 182,5 Millionen Euro (plus 19,3 Mio). Unter dem Strich blieben 115 Millionen Euro hängen.  
Langfristig will Leonie das Autogeschäft noch stärker ausbauen. Der Anteil des Automobilumsatzes soll von derzeit 70 auf 80 Prozent steigen. Risiken wegen dieser vergleichsweise einseitigen Ausrichtung sieht der scheidende Firmenchef nicht. Die Automobilindustrie bleibe ein weltweit wachsender Markt. Da das Unternehmen mit seinen rund 68.000 Beschäftigten inzwischen global aufgestellt sei, könnten regionale Schwankungen beim Autoabsatz ausgeglichen werden.
(Klaus Tscharnke, dpa)

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 33 (2017)

Soll die elektronische Gesundheitskarte abgeschafft werden?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 18. August 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:


Wieland Dietrich,
Vorsitzender der Freien Ärzteschaft e.V.

(JA)


Melanie Huml (CSU), bayerische Gesundheitsministerin

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.