Wirtschaft

Aus Altgeräten wie LCD-Bildschirmen und Smartphones können seltene Metalle und Erden recycelt werden. Die Industrie ist dringend auf sie angewiesen. (Foto: dpa)

23.01.2014

"ForCycle Rohstoffwende Bayern" startet morgen

Bayerns Umweltminister Marcel Huber gibt den Startschuss für den neuen Projektverbund

Ein zukunftsorientierter Umgang mit endlichen Rohstoffen, wie Metallen oder Phosphor, ist eine der Schlüsselaufgaben des 21. Jahrhunderts. Gemeinsam mit bayerischen Universitäten und Forschungsinstituten sollen im Rahmen von Forschungsprojekten Potenziale zur nachhaltigen Schonung wertvoller Ressourcen ergründet werden. Insgesamt werden acht Forschungsprojekte sowie ein Koordinierungsprojekt mit rund 3 Millionen Euro unterstützt.

 

Bayerns Umweltminister Marcel Huber (CSU) gibt morgen im Münchner Künstlerhaus am Lenbachplatz den Startschuss für den Projektverbund "ForCycle Rohstoffwende Bayern" und überreicht einen symbolischen Scheck.

 

In den vergangenen 15 Jahren wurde die Rohstoffproduktivität in Bayern um rund 70 Prozent erhöht und die Abfallverwertungsquote wurde von rund 30 Prozent auf über 70 Prozent gesteigert. Nun sollen die nächsten Schritte angegangen und analog zur Energiewende eine Rohstoffwende herbeigeführt werden. Das bedeutet, dass Primärrohstoffe weitestgehend durch Sekundärrohstoffe ersetzt werden.

 

Denn der weltweit steigende Rohstoffbedarf, Preisdynamiken und Rohstoffverknappung, das Vorkommen essentieller Rohstoffe in nur wenigen Abbaugebieten sowie Lieferengpässe durch politisch instabile Exportregionen stellen eine bislang als weitgehend gesichert geglaubte Versorgungslage zunehmend in Frage. Die Rohstoffversorgung wird somit zum Risikofaktor für die bayerische Wirtschaft.

Der Wirtschaftsstandort Bayern ist mit seinen High-Tech-Unternehmen in der Automobilbranche, der Elektro- und Elektroniksparte, im Maschinenbau und in der Metall- und Chemischen Industrie von dieser Entwicklung besonders betroffen. Für den Erhalt der Produktivität und der Wettbewerbsfähigkeit der bayerischen Unternehmen ist deshalb ein Umdenken und Umsteuern beim Gebrauch und Verwerten von Rohstoffen zwingend erforderlich. Maßnahmen zur Ressourcenschonung, zur Effizienzsteigerung, zum Recycling und zur Wiederverwendung von Rohstoffen gewinnen eine eminente wirtschaftliche Bedeutung und tragen darüber hinaus zum Schutz der Umwelt bei.

Der Projektverbund ist als offener Prozess konzipiert, der die Einbindung weiterer Partner anstrebt. Alle interessierten Unternehmen, Verbände und Forschungseinrichtungen sind eingeladen, sich bei der Weiterentwicklung und Umsetzung der Ressourcenstrategie Bayerns einzubringen und ihre Erfahrungen und Wünsche zu diskutieren. (BSZ)

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