Wirtschaft

Bernd Sibler will den einzelnen Hochschulen noch mehr Profil verleihen. (Foto: Schweinfurth)

11.04.2014

„Hochschulen sind ein Stück Strukturpolitik“

Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler über Technologietransfer, regionale Wirtschaftsförderung und Fachkräftesicherung

Hochschulen sind Entwicklungsmotoren und sorgen für Wirtschaftswachstum. Darum hat der Freistaat bereits im Jahr 2006 beschlossen, die Hochschullandschaft in Bayern auszubauen. Wir sprachen mit Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler (CSU) über die Erfolge dieser Politik und die weiteren Vorhaben für die kommenden Jahre.

BSZ: Herr Sibler, was wurde in den letzten Jahren bei den bayerischen Hochschulen erreicht?
Sibler: Wir haben im Rahmen des staatlichen Ausbauprogramms rund 50.000 neue Studienplätze und etwa 3800 neue Stellen geschaffen. Und das ohne Länderfinanzausgleich und ohne Schulden.

BSZ:
Waren andere Regionen in Europa ähnlich aktiv?
Sibler: Ein europaweiter Vergleich ist schwierig. Auch in Deutschland sind die Rahmenbedingungen unterschiedlich. Was man aber festhalten kann: Bayern hat sehr große Anstrengungen unternommen, Ähnliches ist mir zum Beispiel von Baden-Württemberg bekannt.

BSZ: Welche Bedeutung haben die Hochschulen für Bayern?
Sibler: Unsere Hochschulen sind Zukunftswerkstätten: Sie bilden junge Menschen hochqualifiziert aus und betreiben exzellente Forschung. Damit stärken sie den Wissenschaftsstandort Bayern und sind so auch ein starkes Stück Strukturpolitik – ein wichtiger Faktor für die regionale und überregionale Zukunftssicherung.

BSZ: Warum?
Sibler: Weil sie Innovationen generieren, den Technologietransfer gewährleisten, junge Menschen in die Region holen und mit ihrer wissenschaftlichen Expertise für Arbeitsplätze in der Region sorgen.

BSZ: Wie profitiert die Wirtschaft von den Hochschulen?
Sibler: Sie können zum Beispiel über die Technologietransferzentren von Auftragsforschung profitieren. Das ist eine Win-win-Situation für beide Seiten. Die Hochschulen refinanzieren sich ein Stück weit über die Forschungsaufträge, die sie von den Unternehmen erhalten. Und die Firmen profitieren von der Forschungs- und damit auch Lösungskompetenz der Hochschulen für ihre Produkte und Dienstleistungen. Somit ist für permanente Innovation gesorgt...(Interview: Ralph Schweinfurth)

(Lesen Sie das vollständige Interview in der gedruckten Ausgabe der Bayerischen Staatszeitung vom 11. April 2014.)

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