Wirtschaft

18.07.2014

Holz muss genutzt werden, damit es das Klima schützt

Bisher unterschätzte Effekte der Forst- und Holzwirtschaft stehen im Mittelpunkt des Auftritts von proHolz Bayern auf der Forstmesse INTERFORST 2014

Die Menschen haben die einmalige Möglichkeit, in Sachen Klimaschutz etwas zu bewegen. Die Forst- und Holzwirtschaft ist die einzige Branche Bayerns, die massiv und dauerhaft CO2 bindet. 45 Prozent der aktuellen CO2-Emissionen in Bayern werden jährlich durch die Holznutzung kompensiert. Aber da ist noch Luft nach oben – denn Bayern ist auch Europameister in Sachen Holzvorrat! Das sind die Ergebnisse einer Studie der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft in Freising, die proHolz Bayern im Rahmen der Kampagne „Holz bewegt“ aufgreift.
Der Startschuss für die erste Kampagne „Holz bewegt“ des Marketingbündnisses der Forst- und Holzwirtschaft in Bayern fiel jetzt auf der INTERFORST 2014. Zwischen dem Waldcafé und der traditionellen Grünen Couch – in Halle B5 auf einem 120 Quadratmeter großen Gemeinschaftsstand mit den wichtigsten Vertretern der bayerischen Forstwirtschaft – stellt proHolz Bayern die vier Bildmotive der Kampagne in Form von Postern an einer Litfaßsäule vor: Generationen, ländliche Räume, Klima und Zukunft rücken die positiven Effekte nachhaltiger Waldbewirtschaftung und Holzverwendung für den Klimaschutz in den Fokus. Die Kampagne vermittelt die wichtigsten Fakten und Argumente der Forst- und Holzwirtschaft zum Klimaschutz und fasst die Ergebnisse der von Professor Hubert Röder, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, und der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft in Freising erstellten Studie zusammen.
Die Forst- und Holzwirtschaft leisten bereits einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz. Wald und Holzprodukte speichern in Bayern derzeit rund 2,7 Milliarden Tonnen CO2 und damit den gesamten CO2-Ausstoß Bayerns der letzten 30 Jahre. Die Bewirtschaftung des Waldes hat in Bayern zu folgenden Klimaschutzeffekten geführt:
• Bindung von zirka 10 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr im Waldvorrat (2013)
• Bruttoeintrag von zirka 13 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr im Holzprodukte-Speicher
• Vermeidung (Substitution) von 22 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr durch die stoffliche und energetische Holznutzung
Alleine in Bayern wird jährlich durch die Verwendung von Holz ein Ausstoß von etwa 45 Millionen Tonnen CO2 vermieden. Der Wald nimmt durch sein Wachstum fortwährend CO2 auf, aber dieser Speicher ist begrenzt. Wachstum und Zersetzung sind bei einem ausgewachsenen Wald gleich groß. Der Wald wirkt dann nicht mehr weiter als Kohlenstoffsenke. Damit das nicht passiert, muss das Holz in den Wäldern genutzt werden. Dadurch bleibt der Wald jung wüchsig und leistungsfähig für die Aufnahme von CO2. Im eingeschlagenen Holz und den daraus hergestellten Holzprodukten bleibt der Kohlenstoff gespeichert, solange das Holz verwendet wird. Bewirtschaftete Wälder ziehen also höhere Klimaschutzeffekte nach sich als ein nicht bewirtschafteter Wald: Die Festlegung von CO2 in Holzprodukten inklusive Substitution hat einen drei- bis viermal größeren Effekt als die CO2-Speicherung im Wald allein. Nachhaltige Holznutzung bremst also den Anstieg von CO2 in der Atmosphäre und so den Treibhauseffekt. Durch die Holznutzung in Bayern wird jetzt schon mehr aus der Atmosphäre entzogenes CO2 gebunden, als der gesamte Straßenverkehr in Bayern produziert. Und da ist noch Luft nach oben: Durch eine aktive Forstwirtschaft, eine bevorzugte Holzverwendung bei der energetischen Sanierung und eine weitere Steigerung des Holzbau-Anteils bei Neubauten. (BSZ)

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