Wirtschaft

09.01.2015

Ländliche Räume haben sich gut entwickelt

Studie der vbw zeigt dynamisches Wirtschaftswachstum und robuste Arbeitsmärkte

Die ländlichen Räume in Bayern haben sich gut entwickelt und leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass sich der Freistaat als industrieller Spitzenstandort behauptet. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die die IW Köln Consult GmbH für die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. erstellt hat. vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Die ländlichen Räume in Bayern haben eine gute Wirtschaftsstruktur, entwickeln sich dynamisch und verfügen über robuste Arbeitsmärkte. Mittlerweile hat ein Großteil des ländlichen Raums einen hohen wirtschaftlichen Standard, der den Ballungsräumen und den mittleren Städten vergleichbar ist. Zudem hat die Industrie in den ländlichen Regionen überdurchschnittliches Gewicht.“
Zwei Drittel aller Industriebeschäftigten Bayerns gehen ihrer Tätigkeit im ländlichen Raum nach. „Er bildet damit das Fundament der Industrie und hat eine stabilisierende Funktion für die gesamte bayerische Volkswirtschaft“, so Brossardt. Darüber hinaus ist die Industriebeschäftigung im ländlichen Raum langfristig überproportional gestiegen. Ländliche Räume bieten vielen innovativen und internationalisierten Industriebetrieben mit hoher Wertschöpfung eine Heimat“, erklärt Brossardt.
Die Beschäftigung in Bayern insgesamt wuchs von Mitte der 1970er Jahre bis 2012 um 37,7 Prozent. Besonders kräftig war der Anstieg in den hochverdichteten ländlichen Räumen mit +113,6 Prozent. Auch der verdichtete (+57,2 Prozent) und der gering verdichtete ländliche Raum (+46,8 Prozent) verzeichneten ein überdurchschnittliches Beschäftigungswachstum. In den Ballungsräumen legte die Beschäftigung demgegenüber um 12,8 Prozent zu.
Laut Studie sind die Ballungsräume zwar nach wie vor die wirtschaftlichen Kraftzentren Bayerns. Die ländlichen Räume haben stark aufgeholt. „Besonders erfreulich war die Entwicklung in den hochverdichteten ländlichen Räumen, vor allem in den Einzugsgebieten von München, Nürnberg und Augsburg. Insbesondere in den Punkten Wirtschaftswachstum, Tourismus, Bevölkerung und Beschäftigung lieferten diese Gebiete beeindruckende Zahlen“, so Brossardt. (ibw)

Studie unter: www.vbw-bayern.de

Erläuterung:

In der Studie differenzieren die Wissenschaftler die unterschiedlichen Regionen in Bayern nach der Bevölkerungsdichte. Zur Kategorie „Ballungsraum“ zählen beispielsweise Großstädte wie München und Nürnberg. Unter die Gruppe „verstädterter Raum“ fallen Städte, wie Ansbach oder Amberg. Als „hochverdichteten ländlichen Raum“ werten die Studienautoren Gebiete wie den Landkreis Augsburg mit einer Bevölkerungsdichte, die mindestens halb so hoch ist wie der Durchschnitt Bayerns (224 Einwohner je Quadratkilometer). Zum „verdichteten ländlichen Raum“ zählen Regionen wie der Landkreis Schweinfurt mit einer Bevölkerungsdichte, die einem Viertel des bayerischen Durchschnitts entspricht (112 Einwohner je Quadratkilometer). Der „gering verdichtete ländliche Raum“ verfügt schließlich über einer Einwohnerzahl von weniger als 112 Personen pro Quadratkilometer und wird zum Beispiel durch den Landkreis Regen repräsentiert.

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 42 (2017)

Sollen Arbeitnehmer das Recht haben, auf eine 28-Stunden-Woche zu reduzieren?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 20. Oktober 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Jürgen Wechsler, Bezirksleiter IG-Metall Bayern

(JA)

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.