Wirtschaft

Die Internationale Handwerksmesse findet vom 11. bis 17. März auf der Messe München statt. (Foto: GHM)

09.03.2015

Leistungsschau des Handwerks

Am 11. März startet auf der Messe München die Internationale Handwerksmesse

„Die Qualität, die Individualität und die Leistungen des Handwerks stehen wieder hoch im Kurs“, erklärte Dieter Dohr, Vorsitzender der Geschäftsführung der GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH im Vorfeld der Internationalen Handwerksmesse IHM. Auf der Messe, die vom 11. bis 17. März auf dem Messegelände in München-Riem stattfindet, werden die vielfältigen Handwerksleistungen vorgestellt und Privatbesucher ebenso wie Vertreter von Unternehmen und öffentlicher Hand finden hier die richtigen Partner für ihre Vorhaben.
Neuheiten und Innovationen, Meisterleistungen und herausragende Fertigkeiten, Beratung und Information, Leistungsschau und Interaktion: Die Internationale Handwerksmesse ist der wichtigste Termin für das Handwerk in Deutschland. Für Besucher ist sie die ideale Gelegenheit, handwerkliche Spitzenleistungen zu erleben und sich über vielfältige Angebote zu informieren. Rund 1000 Aussteller aus 35 Ländern präsentieren auf dem Messegelände München ihre Leistungen und Lösungen. „Die Menschen schätzen das Handwerk und das, wofür es steht: besondere Qualität, echte Maßarbeit und die Leidenschaft für den Beruf“, so Messechef Dohr. Unternehmen aus mehr als 60 Gewerken sind in den Hallen zu finden, vom Schreiner bis zum Dachdecker, vom Ofenbauer bis zum SHK-Handwerker, vom Goldschmied bis zum Maßschneider.
„Die Kunden haben oft ganz individuelle Vorstellungen. Auf der Messe finden sie den Betrieb, der sie umsetzen kann“, verspricht Dohr. Gleichzeitig spiele Beratung, Inspiration und Information eine wichtige Rolle. Private Bauherren, Architekten, Vertreter von Unternehmen und Kommunen können Vorträge unabhängiger Experten besuchen, mehrere Anbieter vergleichen, mit Ausstellern ihre konkreten Vorhaben besprechen oder mit ihnen neue Ideen entwickeln. Gerade in den Bereichen Neubau, Modernisierung, altersgerechter Umbau oder energetische Sanierung ist es wichtig, den richtigen Partner und die individuell passende Lösung zu finden. Dies gelte natürlich auch für den neuen Themenbereich FOKUS.GESUND BAUEN. Mit diesem bereitet die Messe einem Zukunftsbereich eine besondere Bühne und bietet Besuchern Informationen über nachhaltiges, ökologisches und baubiologisches Bauen und Sanieren.
 Darüber hinaus zeigt die Internationale Handwerksmesse, zu welchen Leistungen das Handwerk fähig ist – an einzelnen Ständen, aber auch zusammengefasst in Sonderschauen wie „INNOVATION GEWINNT!“, wo Betriebe spannende Neuentwicklungen aus dem Handwerk vorstellen. „Wer seinen Beruf mit Leidenschaft ausübt, denkt weiter“, sagt Dohr. Aus Herausforderungen werden Lösungen und aus ihnen entstehen neue Ideen. Hinzu komme: „Das Handwerk ist nah dran an seinen Kunden, kennt die Praxis und erfährt so, worauf die Menschen wirklich Wert legen.“
Natürlich richtet die Messe auch den Blick auf den Fachkräftenachwuchs. „Jugendliche haben mit ‚YoungGeneration‘ und ‚AutoBerufeAktuell‘ auf der Messe eine eigene Plattform, auf der sie sich über Karrierechancen informieren und Berufe auch selbst ausprobieren können.“ Doch das ist nicht der einzige Bereich, wo Messebesucher das Handwerk, seine Produkte und Leistungen hautnah erleben können. „Die Internationale Handwerksmesse steht auch immer für das Live-Erlebnis. Denn die Besucher können die Produkte nicht nur sehen, sondern auch testen“, sagt der Messechef, „und zusehen, wie Handwerker in eigens aufgebauten Werkstätten ihr Können demonstrieren.“
Der Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Holger Schwannecke, rechnet nicht damit, dass der Handwerkskonjunktur in den nächsten Monaten die Luft ausgehen wird. Er erwartet für das laufende Geschäftsjahr ein Plus von 1,5 Prozent. Wenig Verständnis hat Schwannecke für neue Bürokratie und Belastungen. Als Beispiel nannte er den gesetzlichen Mindestlohn. Die Höhe von 8,50 Euro sei im Handwerk kaum ein Problem. Aber die neuen umfangreichen Aufzeichnungspflichten mit zweijähriger Aufbewahrung stelle sowohl Chef wie auch Mitarbeiter vor neue Herausforderungen. Vieles, so Schwannecke, werde schlicht als Gängelei empfunden. "Da passt es nicht, dass von Seiten der Politik so getan wird, als sei man in den Betrieben einfach nur zu dumm, Gesetze zu verstehen."
Auch die Haftung des Generalunternehmers für die Subunternehmer, dass tatsächlich gesetzlicher Mindestlohn gezahlt wird, treibe viele auf die Palme. "Alle stehen plötzlich unter Generalverdacht." Harsch kritisierte Schwannecke auch den Umstand, dass es keine Förderung der Energieeffizienz gibt. "Das ist vor allem ein Tiefschlag für die Energiewende und den Klimaschutz." Es lohne sich in jedem Fall, nochmals einen Anlauf zu einer steuerlichen Förderung zu unternehmen. Neue Instrumente für zusätzliche Investitionsanreize sind laut Schwannecke dringend notwendig, um die Energiewende wieder in Gang zu bringen.
Die Internationale Handwerksmesse ist täglich von 9.30 bis 18 Uhr geöffnet. Vergünstigte Eintrittskarten sind im Internet zum Preis von 11 Euro erhältlich. Mit dem Ticket kann auch die parallel stattfindende Garten München, die größte Indoor-Gartenmesse Süddeutschlands, besucht werden. Weitere Infos, Tickets und Anreisemöglichkeiten unter www.ihm.de. (Friedrich H. Hettler)

(Impressionen von der IHM - Fotos: GHM)

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 41 (2017)

Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 13. Oktober 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Thomas Mütze, finanzpolitischer Sprecher der Landtags-Grünen

(JA)

Ulrich Binnebößel, Zahlungsexperte beim Handelsverband Deutschland (HDE)

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.