Wirtschaft

Audi-Chef Rupert Stadler verkündet die Eckpunkte seiner "Urbanen Agenda" bei der Preisverleihung des Audi Urban Future Award 2014. (Foto: Audi AG)

10.11.2014

Mehr Raum und Lebensqualität in der Stadt

Audi stellt „Urbane Agenda“ vor

Audi-Chef Rupert Stadler hat heute Eckpunkte seiner „Urbanen Agenda“ vorgestellt. Vernetzte Mobilitätstechnologien für die Mega-Cities von morgen erklärte er darin zum Schlüsselmarkt. Bei der Verleihung des Audi Urban Future Award 2014 sagte der Vorstandsvorsitzende in Berlin: „Wenn es uns gelingt, die DNA der Mobilität zu entschlüsseln, dann wird die Stadt vorhersehbar.“ Dann gelänge es, Staus zu vermeiden und die Lebensqualität zu steigern. Die Digitalisierung führe Auto und Stadt neu zusammen. Daher will Audi diese „Jahrhundertchance“ nutzen und mit neuen Technologien den Informationsfluss zwischen Automobilen und städtischer Infrastruktur verbessern. Stadler kündigte weltweite Entwicklungspartnerschaften mit Metropolen an.

„Das Auto muss wieder als begehrenswertes Objekt des Fortschritts gelten“, forderte Stadler. „Dafür müssen wir die Mauern zwischen Infrastruktur, öffentlichem und individuellem Verkehr einreißen. Beispielsweise werden künftig Ampeln und Autos miteinander kommunizieren – jede dritte Ampel in Berlin ist bereits mit unserer neuen Technologie kompatibel.“

Schon heute lebt mehr als die Hälfte der Menschen in Städten, 2050 werden es rund 70 Prozent sein. Dort werden rund 75 Prozent der weltweiten Wertschöpfung erbracht. „Die Ballungsräume der Welt sind unsere Wachstumsmärkte. Wir werden Produkte und Lösungen entwickeln, die Mobilität in Städten wieder attraktiv machen und die Lebensqualität erhöhen“, so Stadler.

Ein Rückgang des Individualverkehrs in Städten ist nicht zu erwarten – die Zulassungszahlen in den Wachstums-Regionen dieser Welt steigen stetig. Audi strebt Lösungen an, bei denen der Individualverkehr in einem Gesamtsystem unterschiedlicher Mobilitätsformen einen positiven Beitrag leistet. So verfolgt das Unternehmen im Rahmen seiner „Urbanen Agenda“ das Ziel, mittels vernetzter automobiler Technologien den Raumbedarf des Individualverkehrs in Städten zu reduzieren. Gleichzeitig sollen Zeitersparnis und Erlebnisqualität steigen.

Neue Technologien wie der Parkhauspilot von Audi sind marktreif und schaffen neue Freiräume für die Stadtplanung. So schrumpft die Parkfläche um zwei Quadratmeter pro Auto, wenn es selbständig einparkt. Parkhäuser bringen so auf gleichem Raum zweieinhalb Mal mehr Autos unter. Für Zeitersparnis und Erlebnisqualität sorgen auch Assistenzsysteme, die den Verkehrsfluss optimieren. Der Fahrer muss seltener abrupt bremsen, wird beim Spurwechsel unterstützt und kennt die perfekte Geschwindigkeit für eine „grüne Welle“. Der Service Ampelinfo online vernetzt das Auto mit dem zentralen Verkehrsleitrechner, der die Ampelanlagen in der Stadt steuert. Das senkt die CO2-Emission um bis zu 15 Prozent. So lasten Car-to-X und Car-to-Car-Kommunikation das Straßennetz besser aus.

Entwicklungspartnerschaften mit Städten

Kern der „Urbanen Agenda“ von Audi sind Entwicklungspartnerschaften, die urbane Systemlösungen gezielt in die Städte bringen. „Wir tragen Verantwortung für die Probleme, die das Auto in den Mega-Cities heute verursacht, und werden uns mit unseren Entwicklungen aktiv in die Lösung dieser Probleme einbringen. Dazu brauchen wir jetzt den Schulterschluss zwischen Kommunen, Projektentwicklern und der Industrie“, so Stadler.

2010 ist die Audi Urban Future Initiative entstanden, die den internationalen Dialog mit Stadtplanern, Architekten und Mobilitätsexperten anstößt. Im Rahmen des Audi Urban Future Awardhttp://audi-urban-future-initiative.com/facts 2014 haben jetzt vier interdisziplinäre Teams aus Berlin, Boston, Mexico City und Seoul http://audi-urban-future-initiative.com/facts/team-seoulneue Mobilitätsideen unter dem Motto „Auto findet Stadt“ entwickelt und dabei städtebauliche, soziale und technologische Fragen berücksichtigt. Stadtplaner, Architekten, Datenexperten und Designer präsentierten in Berlin ihre Lösungen für aktuelle städteplanerische Projekte der Öffentlichkeit. Mit seiner „Urbanen Agenda“ setzt Audi direkt auf die Erkenntnisse aus dem diesjährigen Wettbewerb auf.

Geplant sind „Urban Future Partnerships (UFP)“ mit Metropolen und Kommunen weltweit. Auf der Basis konkreter Bau- und Verkehrsprojekte fördert Audi die Vernetzung automobiler Technologien mit Entwicklungspartnern aus Städten und Immobilienwirtschaft. „Unser Anspruch endet nicht im Auto, sondern bezieht das Umfeld mit ein. Urbane Lösungen werden für uns zu einem entscheidenden Wirtschaftsfaktor. Wenn Vorsprung durch Technik zu einem besseren urbanen Erlebnis unserer Kunden führt, haben wir unser Ziel eines in jeder Hinsicht nachhaltigen Erfolgs erreicht“, sagte Stadler. (BSZ)

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