Wirtschaft

17.04.2014

Messe München sichert 24.400 Arbeitsplätze

Neue ifo-Studie zu wirtschaftlichen Auswirkungen der Aktivitäten der Messe München belegt gestiegene Bedeutung für die heimische Wirtschaft

Die Messe München sichert durch ihre Aktivitäten am Standort München 24.394 Arbeitsplätze, davon 14.177 in der bayerischen Landeshauptstadt und 5774 im restlichen Bayern. Aussteller und Besucher der Messeveranstaltungen generieren pro Jahr einen bundesweiten Gesamtumsatz von 2,63 Milliarden Euro und erzeugen ein Gesamtsteueraufkommen in Höhe von 490 Millionen Euro. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer neuen Studie des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung über die wirtschaftlichen Folgewirkungen der Münchner Messen und Kongresse für München, den Freistaat Bayern und das übrige Deutschland.
„Die Ergebnisse der ifo-Studie unterstreichen erneut die bedeutende Hebelwirkung der Messe München für die heimische Wirtschaft. Dank der Messe München kann sich insbesondere der bayerische Mittelstand in immer stärkeren Maße über hohe Umsätze und volle Auftragsbücher freuen. In Relation zu unserem eigenen Umsatz gilt folgende Faustformel: Jeder Euro Umsatz bei der Messe München GmbH generiert etwa 6 Euro direkte sowie rund 11 Euro indirekte Kaufkrafteffekte in Deutschland“, sagt Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München GmbH.
Besonders erfreulich ist der Blick auf die langfristige Entwicklung: Die durch die Messe München ausgelösten jährlichen Kaufkrafteffekte sind zwischen 2001 und 2013 um 45 Prozent gestiegen, das Gesamtsteueraufkommen sogar um 58 Prozent. Dazu Klaus Dittrich: „Die Messe München zieht immer mehr ausländische Messegäste zu den Weltleitmessen nach München. So haben wir den ausländischen Besucheranteil in den letzten zwölf Jahren nahezu verdoppelt. Diese internationalen Besucher bleiben länger in der Stadt und geben dann natürlich auch mehr Geld für Übernachtung, Essen oder Einkäufe aus.“
Für die aktuelle Studie hat das ifo-Institut für Wirtschaftsforschung 2013 die direkten und indirekten Folgewirkungen der Münchner Messen und Kongresse zum dritten Mal nach der Messeverlagerung 1998 ermittelt. Dabei werden die ausgelösten Umsätze und Steuern erfasst sowie die Zahl der vom Messe- und Kongressgeschäft abhängigen Erwerbstätigen berechnet. Betrachtet wurde der Zeitraum von 2010 bis 2013. Die Ergebnisse der Studie gelten für ein Veranstaltungsjahr mit einem durchschnittlichen Messeprogramm.
Von den 2,63 Milliarden Euro an Gesamtumsätzen, die bundesweit pro Jahr durch die Veranstaltungen der Messe München ausgelöst werden, entfallen 1,38 Milliarden Euro (52 Prozent) auf München, 670 Millionen Euro (26 Prozent) auf den restlichen Freistaat Bayern und 580 Millionen Euro (22 Prozent) auf das restliche Bundesgebiet. Von den 24.394 durch die Münchener Messen und Kongresse gesicherten Arbeitsplätze entfallen 14.177 auf die Landeshauptstadt München, 5774 auf das restliche Bayern und 4443 auf das restliche Bundesgebiet.
Anders sieht es beim Steueraufkommen aus, was an den verschiedenen Steuerarten und den jeweiligen Verteilschlüsseln liegt. Vom bundesweiten Gesamtsteueraufkommen von 490 Millionen Euro erhält der Bund 50 Prozent (247 Millionen Euro) und der Freistaat Bayern gesamt 185 Millionen Euro. Für die Landeshauptstadt München verbleiben davon 24 Millionen Euro.
Die Zahlen belegen eindrucksvoll, wie wichtig die Entscheidung von Stadt und Freistaat für die Messeverlagerung nach Riem war. Nur auf dem neuen Messegelände konnte die Messe München weiteres Wachstum erzielen und ihr Portfolio von inzwischen 14 internationalen Weltleitmessen weiter entwickeln. Die Folge ist ein klarer Bedeutungszuwachs für den Messeplatz München. (BSZ)

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 41 (2017)

Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 13. Oktober 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Thomas Mütze, finanzpolitischer Sprecher der Landtags-Grünen

(JA)

Ulrich Binnebößel, Zahlungsexperte beim Handelsverband Deutschland (HDE)

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

Shopping
Anzeigen Mediadaten
eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.