Wirtschaft

01.04.2010

München wird Investitionsschwerpunkt

Die Deutsche Bahn will dem stetig steigenden Mobilitätsanspruch der Menschen in Bayern gerecht werden

Der Verkehr auf den Schienen im Freistaat wird bis zum Jahr 2025 deutlich zunehmen, besonders in Nord-Süd-Richtung. Prognosen des Bundes gehen von 65 Prozent mehr Güter- und 26 Prozent mehr Personenverkehr aus. Deshalb will die Deutsche Bahn AG (DB) einen dritten großen Schienenkorridor durch den Freistaat elektrifizieren: die Strecke Hof-Regensburg.
Doch das wird nicht das einzige Großprojekt sein, das die Bahn in den kommenden Jahren realisieren wird. „Wir werden unseren Investitionsschwerpunkt auf den Großraum München konzentrieren, da alle demografischen Gutachten von einem weiteren starken Bevölkerungsanstieg in und um die Landeshauptstadt ausgehen“, erklärt Klaus-Dieter Josel, der Konzernbevollmächtigte der DB für den Freistaat Bayern. Bisher hat die Bahn vor allem im Großraum Nürnberg investiert. Eine neue Lokwerkstatt auf dem ehemaligen Güterumschlagsgelände nahe der Nürnberger Innenstadt, der Ausbau der S-Bahn und die ICE-Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt, die 2017 in Betrieb gehen soll, werden den rund eine Milliarde Euro schweren Ausbau in Nordbayern abrunden.
Für Josel steht mit dem zweiten S-Bahn-Tunnel durch Münchens Untergrund eines der wichtigsten Bauprojekte an. Denn von den 1,2 Millionen Fahrgästen der Bahn pro Tag in Bayern, entfallen allein 800 000 auf die Münchner S-Bahn. Und wiederum zwei Drittel der Fahrgäste der Münchner S-Bahn wollen in die Innenstadt der Isarmetropole. „Deshalb favorisieren wir von der Bahn eine zweite S-Bahn-Stammstrecke mit nur einem Halt zwischen Haupt- und Ostbahnhof, nämlich am Marienhof, das ist hinter dem Rathaus“, so Josel. Auf diese Weise käme die Masse der Fahrgäste direkt in die Innenstadt und die S-Bahn hätte eine zweite Ausweichstrecke, über die sie den Verkehr durch die Innenstadt aufrechterhalten kann, wenn auf der ersten Strecke wegen einer Störung oder eines Notarzteinsatzes nichts mehr geht. Auch der volkswirtschaftliche Nutzen einer zweiten Stammstrecke sei mit einem Euro Investment und einem Euro, der auch wieder herauskomme, am größten.

(Ralph Schweinfurth)

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