Wirtschaft

Bei Hochwasser wird die Traun zu einem reißenden Strom. Doch Überflutungen im Stadtgebiet von Traunstein gehören seit diesem Juni der Vergangenheit an. Denn der kleine Bach, der von der Traun weg durch die Stadt fließt und früher als Triftweg genutzt wurde, kann jetzt komplett abgeriegelt werden. Dann kommt kein Tropfen mehr durch. (Foto: aquasoli)

27.09.2013

Nachhaltiger Schutz vor Hochwasser

Traunstein hat ein bayernweit einmaliges Konzept umgesetzt: 550 Häuser und 50 Betriebe mit 244 Arbeitsplätzen sind sicher vor den Fluten

Die Bilder der jüngsten Hochwasserkatastrophe in Deutschland hat noch jeder im Kopf. Teile der oberbayerischen Stadt Traunstein waren bei derartigen Ereignissen auch regelmäßig betroffen. Dieses Mal aber nicht. „Unser neuer Hochwasserschutz hat perfekt funktioniert“, erklärt Abteilungsleiter Korbinian Stettwieser vom Wasserwirtschaftsamt Traunstein der Staatszeitung. Er ist Projektleiter für den Hochwasserschutz Traunstein Süd, der rechtzeitig vor dem Hochwasser soweit fertiggestellt war, dass die Stadt geschützt werden konnte.
Rund 5,1 Millionen Euro kostet dieser innovative Hochwasserschutz, der Nachhaltigkeitsaspekte vorbildlich verwirklicht. Denn in Traunstein wurden neben der eigentlichen Schutzfunktion noch andere Faktoren berücksichtigt. So hat man zwei neue Wasserkraftwerke integriert und ein bestehendes in seiner Leistung erhöht. Außerdem wurde der Ökologie und der Naherholung sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt.
„Wir haben 4,24 Hektar landwirtschaftliche Flächen teils zu Biotopen entwickelt, in denen sich standortgerechte Pflanzen entwickeln können“, sagt Bernhard Unterreitmeier, Geschäftsführer des Traunsteiner Ingenieurbüros aquasoli. Darüber hinaus wurde die Fischdurchgängigkeit von Traun und Röthelbach realisiert. Durch die Planungen seines Büros konnte auf dem zwei Kilometer langen Abschnitt des Hochwasserschutzes Traunstein Süd ein Wasserrückhaltevolumen von 38 000 Kubikmeter geschaffen werden. Und für das Kostenvolumen von etwa 5,1 Millionen Euro werden laut Unterreitmeier 550 Häuser und 50 Betriebe mit 244 Arbeitsplätzen geschützt. „Das ist ein geschätztes Schadenspotenzial von mehr als 50 Millionen Euro“, so der Ingenieur...(Ralph Schweinfurth)

Lesen Sie den vollständigen Beitrag in der gedruckten Ausgabe der Bayerischen Staatszeitung vom 27. September 2013.

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