Wirtschaft

Ministerialdirigent Thomas Dickert vom bayerischen Verbraucherschutzministerium präsentiert die drei Broschüren aus der Reihe „Gut zu wissen“. (Foto: Schweinfurth)

18.03.2011

Niemandem auf den Leim gehen

Verbraucherschutzministerium informiert im Internet und mit Broschüren

„Unser Ziel ist der mündige Verbraucher“, sagt Ministerialdirigent Thomas Dickert vom bayerischen Verbraucherschutzministerium. Jeder Bürger soll so umfassend informiert sein, dass er Neppern, Schleppern und Bauernfängern nicht mehr auf den Leim geht. Deshalb gibt es das internetbasierte Verbraucherportal VIS Bayern (www.vis.bayern.de).
Doch trotz der hohen Onlineaffinität in Bayern nutzt nicht jeder im Freistaat das Internet. Deshalb hat das Verbraucherschutzministerium die Broschürenreihe „Gut zu wissen“ gestartet. „Insgesamt gibt es drei Broschüren“, erläutert Dickert. Eine mit wertvollen Verbrauchertipps nicht nur für Senioren, eine mit Tipps zum Energiesparen und eine zur sicheren Internetnutzung. Sie alle kann man beim Bayerischen Staatsministerium der Justiz und für Verbraucherschutz kostenlos anfordern. Außerdem kann man sie unter www.vis.bayern.de herunterladen.
Kompetente Partner
aus der Praxis
Bei den Broschüren setzt das Ministerium auf kompetente Partner aus der Praxis: die Deutsche Seniorenliga e. V., die Verbraucherinitiative e. V. und die Initiative D21. In enger Kooperation mit Experten aus dem jeweiligen Fachbereich werden die Broschüren herausgegeben.
Die Seniorenbroschüre: Gerade ältere Verbraucher werden leider oft von unseriösen Anbietern und Abzockern angegangen oder mit Gewinnmitteilungen belästigt. Wer den Ruhestand genießen und sich auch mal was gönnen will, sollte deshalb in Fragen des Konsums gut informiert sein. Die Broschüre gibt deshalb Antwort auf die wichtigsten Fragen zum Verbraucherschutz im Alltag, auf Reisen, im Internet, bei finanziellen Transaktionen und im Gesundheitswesen.
Die Energiebroschüre: Steigende Energiekosten und der Klimawandel haben Energiefragen ins Interesse der Verbraucher gerückt. Sie erwarten Informationen darüber, welchen Beitrag jeder Einzelne leisten kann. Durch verstärktes Energiesparen, den Einsatz energieeffizienter Geräte und gegebenenfalls den Wechsel des Versorgungstarifs oder des Energieanbieters trägt er dazu bei, dass der Wettbewerb über die Verbraucherseite angestoßen wird. In der Broschüre sind konkrete Tipps zum Energiesparen in den Bereichen Heizen, Haushalt und Verkehr enthalten. Außerdem informiert sie über die Modalitäten beim Wechsel des Strom- und Gasanbieters und erklärt die wichtigsten Energiesiegel.
Die Internetbroschüre: Das Internet nimmt jeden Tag in atemberaubendem Tempo an Komplexität und Umfang zu. Deshalb ist es für die Verbraucher besonders wichtig zu wissen, wie man im Internet sicher einkauft und bezahlt, welche Internet-Gütesiegel es gibt und auf welche man sich verlassen kann. Dies und die Themen Datenschutz und soziale Netzwerke werden in der Broschüre „Gut zu wissen! Sicher surfen – sicher handeln“ erklärt.
Neutrale, verlässliche, gut verständliche Information
„Was die Bürger vor allem brauchen, ist neutrale, verlässliche, gut verständliche und zeitgerechte Information“, betont Bayerns Justiz- und Verbraucherschutzministerin Beate Merk (CSU). Es genüge längst nicht mehr, sich „an jemanden seines Vertrauens“ zu wenden. Auch die Auskünfte der Verkäufer, Berater und Vermittler reichen laut Merk nicht aus. Wie auch die Erfahrungen aus dem Verwandten- oder Bekanntenkreis keine verlässliche rechtssichere Auskunft darstellten. „Die wirtschaftliche Realität in Deutschland ist viel zu komplex und auch zu schnelllebig, als dass der einzelne sich überall mühelos zurechtfinden könnte“, so die Ministerin. Deshalb seien die Broschüren und das VIS Bayern unabdingbare Hilfen zur Selbsthilfe. > ralph schweinfurth

Einen Online-Kommentar verfassen - so geht's

Scrollen Sie einfach ans Ende des Artikels, den Sie kommentieren wollen und geben Sie Ihre E-Mail-Adresse und einen nickname an. Die Nennung Ihres Namens ist freiwillig. Für die Nutzer sichtbar ist in jedem Fall NUR der nickname. Sie müssen sich auch nicht auf unserer Homepage anmelden. Aber unsere Netiquette akzeptieren. Und schon können Sie loslegen!

Kommentare (0)

Es sind noch keine Kommentare vorhanden!

Neuen Kommentar schreiben

Die Frage der Woche

Frage der Woche KW 49 (2017)

Paragraf 219a: Soll das Werbeverbot für Abtreibungen abgeschafft werden?

Umfrage Bild
 

Lesen Sie dazu in der Bayerischen ­Staatszeitung vom 8. Dezember 2017 auch die Standpunkte unserer Diskutanten:

Simone Strohmayr, Vize-Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landtag

(JA)

Winfried Bausback (CSU), bayerischer Justizminister

(NEIN)

arrow
Facebook
Vergabeplattform
Vergabeplattform

Staatsanzeiger eServices
die Vergabeplattform für öffentliche
Ausschreibungen und Aufträge Ausschreiber Bewerber

E-Paper
Unser Bayern

Die kunst- und kulturhistorische Beilage der Bayerischen Staatszeitung

Unser Bayern

LesenNachbestellen

Nur für Abonnenten

eaper
E-Paper
ePaper
zum ePaper
Abo Anmeldung

Benutzername

Kennwort

Bei Problemen: Tel. 089 – 290142-59 und -69 oder vertrieb@bsz.de.