Wirtschaft

27.04.2012

Optimismus ist verflogen

Eine Aktienmarkteinschätzung der Fürst Fugger Privatbank

Der Optimismus, der an den Börsen seit Jahresanfang vorherrschte, scheint verflogen. Wie nicht anders zu erwarten, spielen die Märkte erneut die Karte „europäische Schuldenkrise“. Diesmal ist es Spanien, welches in den Fokus der Euro-Skeptiker gerät. Anders als zum Beispiel in Griechenland ist die Staatsverschuldung in Spanien überschaubar. Die Probleme liegen vielmehr auf Seiten der hohen Verschuldung von privaten Haushalten und Unternehmen, insbesondere der Banken infolge der Immobilienkrise. Damit ist die Situation in Spanien wohl eher mit dem positiven Beispiel Irlands zu vergleichen.

 

Zusätzliche Belastungsfaktoren dürften sich aus der Saisonalität sowie den politischen Unsicherheiten angesichts bevorstehender Wahlen ergeben. Die alte Börsenweisheit „Sell in May“ könnte sich daher wieder einmal als richtig herausstellen. Investoren könnten vermehrt Gewinne mitnehmen, zumal sich die konjunkturellen Aussichten immer noch als äußerst durchwachsen darstellen. Dies alles fällt mit dem Auslaufen des aktuellen Anleihenkauf-Programms der Fed zusammen. Ein Blick in die jüngste Börsenhistorie verdeutlicht den Zusammenhang: In den Jahren 2010 und 2011 fiel der amerikanische Aktienindex S&P 500 jeweils drei Monate vor Auslaufen solcher Maßnahmen spürbar.

 

Wie hoch die Nervosität unter den Investoren derzeit ist, zeigt der erste Wahlgang in Frankreich. Obwohl die Entscheidung über die französische Präsidentschaft erst in der Stichwahl am 6. Mai fällt, reagieren die europäischen Börsen mit starken Kursverlusten. Die Spekulationen über die Auswirkungen eines Machtwechsels auf das deutsch-französische Verhältnis und zugleich über den Fortgang der europäischen Schuldenkrise dürften weiter belasten.

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