Wirtschaft

Keine extra Rollbahn neben der Startpiste, fehlende Lichter - die Vereinigung Cockpit hat dem Allgäu-Aiport in puncto Sicherheit ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. (Foto: Allgäu Airport)

21.05.2014

Piloten bemängeln Sicherheit in Memmingen

Der Flughafen widerspricht und wittert eine PR-Aktion der Pilotengewerkschaft zu Lasten der kleinen Flughäfen

Die Piloten-Vereinigung Cockpit (VC) hat schwere Sicherheitsmängel am Flughafen Memmingen kritisiert. Die Pilotengewerkschaft vergab heute auf der Internationalen Luftfahrtausstellung in Berlin einen "Mangelstern" an fünf der 30 wichtigsten deutschen Verkehrsflughäfen: Friedrichshafen, Weeze, Lübeck, Zweibrücken und als Schlusslicht Memmingen. Der Allgäu-Airport wies die Vorwürfe zurück: "Es bestehen absolut keine Mängel bei der Sicherheit", sagte Geschäftsführer Ralf Schmid.
München bescheinigte die Piloten-Vereinigung einen mängelfreien Flughafen, Nürnberg bekam drei Mangelpunkte - Memmingen dagegen gleich 19. Als besonderes Risiko sehen die Piloten Rangiermanöver auf der Startbahn, die notwendig werden, weil parallele Rollwege zu den möglichen Startpunkten an den beiden Enden der Bahn fehlen. Auch bemängelt die VC das Fehlern von Lichtern in der Mitte der Bahnen. Laut VC entsprechen die Sicherheitsvorkehrungen der deutschen Flughäfen zwar den internationalen Vorschriften, nicht aber den höheren Ansprüchen der Piloten, die mit ihrem Vergleich die Sicherheit verbessern wollen. Die VC hatte Memmingen bereits in den vergangenen Jahren einen "Mangelstern" vergeben. (Birgit Ellinger, dpa)
Allgäu-Airport-Geschäftsführer Schmid sprach von einer PR-Aktion der Pilotengewerkschaft zu Lasten der kleinen Flughäfen. "Hier wird mit den Ängsten der Passagiere gespielt." Für einen Großflughafen sei ein Rollweg parallel zur Start- und Landebahn notwendig, aber Memmingen habe täglich nur 15 bis 20 Starts und Landungen. "So lange wir so wenig Flugbewegungen haben, brauchen wir den Rollweg nicht. Das ist aber kein Sicherheitsthema, was uns auch die für den Flugbetrieb zuständige Genehmigungsbehörde schon vor Jahren bestätigt hat." (Birgit Ellinger, dpa)

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