Wirtschaft

03.05.2013

Prämierte Erfolgskonzepte

Der „Münchner Gründerpreis 2013“ ging an eine Modedesignerin sowie einen Gastronomie-Caterer

Die Stadtsparkasse München (SSKM) verlieh auch heuer wieder den „Münchner Gründerpreis“. Dieses Jahr wurden zwei innovative und dynamische Gründer ausgezeichnet. Beide haben mit ihren Konzepten im Bereich Modedesign beziehungsweise Gastronomie durchschlagenden Erfolg. Die engagierten Jungunternehmer überzeugten die Jury mit einer sehr guten Geschäftsidee sowie einem soliden Businessplan.
Der „Münchner Gründerpreis 2013“ ging an Alexandra Melachino, Gründerin von Amsel Fashion, sowie Marc Volkmann, Gründer und Geschäftsführer von Call-a-Cocktail. Die im Rahmen des Deutschen Gründerpreis-Wettbewerbs in zwei Kategorien vergebene lokale Auszeichnung prämiert herausragende Gründer und Unternehmer in der Region. Der Preis ist mit jeweils 5000 Euro dotiert.

Erfolgreich am Markt behauptet

„Mit kreativen Ideen, soliden Konzepten und Geschäftssinn haben sich die Gewinner des Münchner Gründerpreises 2013 erfolgreich am Markt behauptet und innerhalb kurzer Zeit ein beachtliches Wachstum geschafft“, würdigte Joachim Ebener, Firmenkundenvorstand der Stadtsparkasse München, die Leistung der beiden Preisträger. Gleichzeitigt betonte er, „ein guter Start ist eine wichtige Voraussetzung, um als Sieger durchs Ziel zu gehen“.
Seinen Ursprung hatte der Deutsche Gründerpreis in dem StartUp-Wettbewerb der Sparkassen und weiterer Partner vor 15 Jahren. Partner sind derzeit neben den Sparkassen, das Magazin Stern, das ZDF und Porsche. Sieger des Münchner Gründerpreises waren seit 1997 bereits drei Mal Bundessieger und acht Mal Landessieger.
Im letzten Jahr hat die SSKM laut Ebner im Schnitt zwei Gründungsfinanzierungen pro Woche abgeschlossen. Kennzeichen der Existenzgründungsberatung der Stadtsparkasse ist die intensive Begleitung des Start-Up-Unternehmens in den ersten fünf Jahren nach Gründung. Dabei werden bei zwei von drei Finanzierungen öffentliche Fördermittel eingebunden. Dafür hat die SSKM 1993 ein eigenes ExistenzgründunsCenter eingerichtet, in dem sich ein Spezialistenteam ausschließlich um Gründungsvorhaben kümmert. „Mit öffentlichen Fördermitteln kommen auch Finanzierungen zustande, bei denen nicht ausreichend Sicherheiten vorhanden sind“, erklärte Ebner. Gleichzeitig bewegen sich die Kreditausfälle auf konstant niedrigem Niveau.
Das Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse freute sich über den Erfolg der Gründer: „Dank guter Geschäftsideen und ausgefeilter Businesspläne haben wir bereits im Jahr 2011 rund 30 Prozent mehr Existenzgründer in die Selbstständigkeit begleitet. Im Jahr 2012 ist die Zahl der Gründungsfinanzierungen nochmals um rund 70 Prozent gestiegen. Wir betrachten dies auch als Erfolg unseres Spezialistenteams.“ Die neun Mitarbeiter sind als Fachleute auch gefragte Ansprechpartner für das Münchner Existenzgründungsbüro, IHK und Handwerkskammer sowie für die Münchner Universitäten.
1998 hat die SSKM zusammen mit der Landeshauptstadt den München-Fonds, ein kommunales Förderprogramm, aufgelegt. Ausgestattet ist dieser Fonds laut Gabriele Böhmer, Stellvertretende Leiterin Wirtschaftsförderung der Stadt München, mit 4,6 Millionen Euro. 3,78 Millionen Euro sind bereits vergeben, so Böhmer. Finanziert wurden damit 161 Gründungen mit denen über 280 Arbeitsplätze geschaffen wurden. Die durchschnittliche Fördersumme beträgt 23.000 Euro, die Höchstförderung liegt bei 50.000 Euro pro Gründer. Mit diesem Geld können nicht nur Investitionen, sondern auch Betriebsmittel finanziert werden, betonte Böhmer. Voraussetzungen, um in den Genuss des München-Fonds zu kommen, sind ein Wohnsitz in der Stadt sowie ein Businessplan als Entscheidungsgrundlage. Bisher gab es von den 161 Gründungen lediglich 17 Ausfälle, die mit 107.000 Euro (2,8 Prozent der 4,6 Millionen Euro) abgesichert werden mussten.


Ausgeprägter Unternehmergeist


In der Kategorie StartUp wurde Alexandra Melachrinos mit ihrer Modefirma Amsel Fashion prämiert. Die Jury der Stadtsparkasse München begründete ihre Entscheidung wie folgt: „Allein Kreativität reicht nicht aus, um erfolgreich ein Unternehmen zu gründen. Alexandra Melachrinos verfügt über eine ausgezeichnete Ausbildung im Bereich Modedesign. Als ausgebildete Diplom-Modedesignerin hat sie das Handwerk von der Pike auf gelernt und ein breites Netzwerk an Kontakten in der Textilbranche aufgebaut. So schaffte es Amsel Fashion innerhalb kurzer Zeit seit der Gründung im Jahr 2010 hochwertige Einzelhändler für die Premium-Marke zu gewinnen. Dazu gehören unter anderem Ludwig Beck in München oder Breuninger in Stuttgart. Mit Engagement arbeitet die Gründerin daran, die Marke auch international zu etablieren.“ Tradition mit Moderne zu verbinden, das ist die Philosophie von Amsel Fashion, wobei der Name Amsel auf den Spitznamen der Gründerin zurückgeht.
Marc Volkmann erhielt den Münchner Gründerpreis in der Kategorie Aufsteiger, in einer Branche, die laut Ebner alles andere als einfach bezeichnet werden kann. Das SSKM-Vorstandsmitglied begründete den Juryentscheid folgendermaßen: „Mit ausgeprägtem Unternehmergeist und viel persönlichem Einsatz hat Marc Volkmann Call-a-Cocktail gegründet und sein Unternehmen auf Erfolgskurs gesteuert. Mit einem ausgereiften Konzept, betriebswirtschaftlichem Know-how und exzellenter Service- und Produkt-Qualität etablierte sich Volkmann innerhalb von wenigen Jahren als Anbieter einer mobilen Cocktail- und Kaffeebar. Im Jahr 2012 eröffnete Volkmann eine weitere Niederlassung in Hamburg.“
Call-a-Cocktail wurde 2004 gegründet und konnte sich seitdem zu einem führenden Cocktail- und Eventcaterer entwickeln. Flexibilität und Zuverlässigkeit sind die wichtigsten Bestandteile von Volkmanns Firma. Call-a-Cocktail übernimmt Privatfeiern mit zehn Gästen bis hin zu Großveranstaltungen mit bis zu 10.000 Personen.
Die diesjährige Verleihung des Deutschen Gründerpreises findet am 25. Juni in Berlin statt. Die Gewinner des Bayerischen Gründerpreis werden bei der UnternehmerKonferenz der bayerischen Sparkassen und des Sparkassenverbands Bayern am 16. Mai bekanntgegeben. (Friedrich H. Hettler)

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