Wirtschaft

Sowohl im Geschäft mit Banknoten als auch im Bereich Chipkarten leidet das mehr als 160 Jahre alte Familienunternehmen unter wachsender Konkurrenz und einem Preiskampf. (Foto: dpa)

22.01.2015

Radikaler Konzernumbau führt zu Verlusten

Münchner Banknoten- und Chipkartenhersteller Giesecke & Devrient rechnet mit Fehlbetrag für 2014

Der Banknoten- und Chipkartenhersteller Giesecke & Devrient rechnet wegen des radikalen Konzernumbaus mit einem Verlust für das Jahr 2014. Die kompletten Kosten für die Restrukturierung sollen in dem Jahresabschluss zurückgestellt werden, sagte Konzernchef Walter Schlebusch dem "Manager Magazin". "Daraus wird sich ein signifikanter Fehlbetrag ergeben."  
Kurz vor Weihnachten hatte Giesecke & Devrient bekanntgegeben, dass der Euro-Druckstandort München noch in diesem Jahr geschlossen und die Verwaltung verschlankt werden soll. Bis Ende 2016 will das Unternehmen mindestens 100 Millionen Euro einsparen. Der Banknotendruck soll sich künftig auf den Standort Leipzig beschränken.
Das Auslandsgeschäft mit Pässen und Ausweisen will Giesecke & Devrient künftig mit der Bundesdruckerei bündeln. Ein ursprünglich bereits für Mitte 2014 geplantes Gemeinschaftsunternehmen sei jetzt vom Bundeskartellamt genehmigt worden, sagte Schlebusch.  
Sowohl im Geschäft mit Banknoten als auch im Bereich Chipkarten leidet das mehr als 160 Jahre alte Familienunternehmen unter wachsender Konkurrenz und einem Preiskampf. Die Gewinne schrumpfen seit Jahren. Schon 2013 hatte sich Giesecke & Devrient mit 2,6 Millionen Euro nur knapp in den schwarzen Zahlen gehalten. (Daniela Wiegmann, dpa)

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Kommentare (1)

  1. Roland am 22.01.2015
    Is halt kein Personal mehr zu Arbeiten da!
    Müssen halt die Vorstände selbst an die Maschinen.

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