Wirtschaft

13.02.2015

Rohstoffversorgung langfristig sichern

Neuauflage der Studie „Rohstoffsituation der bayerischen Wirtschaft“ von der vbw vorgestellt

Anlässlich des „Deutschland hat Zukunft“-Kongresses „Rohstoffversorgung langfristig sichern“ erklärte Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.: „Eine langfristig gesicherte internationale Rohstoffversorgung ist für unsere Unternehmen eine wichtige Grundlage ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Ein Versorgungsengpass kann ganze Wertschöpfungsketten lahmlegen und damit enormen Schaden verursachen. Unternehmen und Staat sind hier gleichermaßen gefordert.“
Bayern mit seinem hohen Anteil an Unternehmen der High-Tech-Branche ist in besonderem Maße von metallischen Rohstoffen wie zum Beispiel Seltenen Erden abhängig. „Bayern ist ein High-Tech-Standort ersten Ranges. 64,6 Prozent des industriel-len Umsatzes wurden in Bayern im Jahr 2013 in High-Tech-Branchen erzielt – in Deutschland lag dieser Wert bei 54,2 Prozent“, erläutert Brossardt.
Aus Sicht der vbw sind für eine dauerhaft sichere Rohstoffversorgung drei Aspekte besonders wichtig: „Erstens müssen internationale Rohstoffmärkte erhalten und neue eröffnet werden. Zweitens muss die Bundesrepublik über ihre Botschaften den deutschen Unternehmen bei Explorations- und Förderlizenzen in den Rohstoffländern Hilfe leisten. Drittens brauchen wir mehr Wettbewerb auf den Rohstoffmärkten“, so Brossardt.
Die neue vbw Studie „Rohstoffsituation der bayerischen Wirtschaft“ gibt einen Überblick, wie sich die Risikogruppen im Vergleich zur Vorgängerauflage verändert haben. Während Zirkon und Magnesium als noch kritischer bezüglich Substituierbarkeit, Bedeutung für Zukunftstechnologien und Relevanz für strategische Industriepolitik einzustufen sind, werden Chrom, Kadmium und Baryt inzwischen als weniger gefährdet beurteilt.
Außerdem zeigt die Studie, wie die Rohstoffsicherheit der bayerischen Unternehmen nachhaltig gestärkt werden kann. Dazu Brossardt: „Die bayerische Außenwirtschaftsförderung sollte sich neben der allgemeinen Markterschließung auch darum kümmern, die internationalen Netzwerke für die Rohstoffsicherung zu verbessern. Wichtige Rohstoffländer sollten noch stärker in die außenwirtschaftlichen Aktivitäten einbezogen werden, als dies jetzt geschieht. Auch die Aktivitäten in der Grundlagenforschung zum effizienten Rohstoffeinsatz müssen weitergehen. Und wir brauchen zukunftsfeste Recyclingkonzepte. Bayern muss stärker als bisher die Nutzung heimischer Rohstofflagerstätten langfristig sichern.“ (ibw)

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