Wirtschaft

Russland ist für bayerische Unternehmen ein wichtiger Handelspartner. (Foto: Bilderbox)

31.07.2014

Sanktionen gegen Russland erzeugen Unsicherheiten bei Unternehmen

Aktuelle Umfrage zum Russlandgeschäft der Unternehmen am Bayerischen Untermain

„Problematisch ist die Unsicherheit, was durch Embargomaßnahmen in Zukunft lieferbar ist und was nicht!“, äußert Frau Ursula Müller Bereichsleiterin International der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aschaffenburg infolge einer aktuellen Umfrage.

Diese Worte drücken aus, was alle Unternehmen letztendlich betrifft, die Geschäftsbeziehungen mit Russland unterhalten.

Russland ist für bayerische Unternehmen ein wichtiger Handelspartner. Im vergangen Jahr rangierte es auf Platz elf. Aktuelle Wirtschaftsdaten für die Russische Föderation zeigen, dass Russland vor allem Energieträger exportiert und Maschinen und auch Erzeugnisse der chemischen Industrie importiert. Für Russland ist Deutschland der drittwichtigste Handelspartner.

Auch für die Unternehmen am Bayerischen Untermain ist Russland ein wichtiger Absatzmarkt. Erfreulicherweise scheinen die Unternehmen der Region bislang kaum betroffen zu sein, zumindest äußerten sie sich in Gesprächen nicht negativ über ihr aktuelles Geschäft.

Auch die Zahlen im Bescheinigungswesen sind eher steigend als rückläufig. Für die Einfuhr in Russland sind sogenannte Ursprungszeugnisse erforderlich. Ursprungszeugnisse sind amtlich beglaubigte Urkunden und werden in Deutschland von der jeweils zuständigen IHK bescheinigt. In diesen Fällen fungiert die IHK Aschaffenburg als Zollbehörde.

Eine aktuelle Umfrage ergab, dass bei vielen Unternehmen Russland weniger als zehn Prozent Anteil am  Auslandsgeschäft ausmacht. Die Mehrzahl gab an, dass das aktuelle Geschäft als normal bewertet wird und auch für die nächsten sechs Monate keine Schwankungen zu erwarten seien. Firmen, die Investitionen geplant haben, beabsichtigen diese auch zu realisieren. 

Ursula Müller: „Laut aktuellen Aussagen der meisten Umfrageteilnehmer sind bisher keine rückläufigen Auswirkungen zu erkennen. Dies liegt auch an der relativen kurzen  Zeitspanne seit den Sanktionsankündigungen.

Im Gegenzug wird uns auch gemeldet, dass aktuelle Planungen ruhen, ebenso ist von rückläufigen Auftragseingängen die Rede“. (Tino Lo Manto)

Tino Lo Manto

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