Wirtschaft

Von links nach rechts: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU), Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik (SPD), Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und Siemens-Chef Joe Kaeser zeigen auf den Siegerentwurf des Architekturwettbewerbs von KSP Jürgen Engel Architekten in Frankfurt für den geplanten Siemens-Campus in Erlangen (Bayern). Siemens will den mehr als 320.000 Quadratmeter großen Campus im Süden der Stadt bis zum Jahr 2030 errichten. (Foto: dpa)

18.01.2015

Siemens will mit neuem Campus Spitzenforscher nach Erlangen holen

500 Millionen Euro steckt der Konzern in den Campus

Mit einem 500 Millionen Euro teuren neuen Campus in Erlangen will Siemens Spitzenforscher nach Bayern locken. Der Elektrokonzern wolle "die besten Köpfe der Welt zu uns zu holen", sagte Siemens-Chef Joe Kaeser bei der Vorstellung des Architekturmodells am Freitag. Mit dem Bau soll im Herbst 2016 begonnen werden. Abgeschlossen sein soll das Projekt jedoch erst im Jahr 2030. Am Ende sollen auf dem rund 54 Hektar großen Gelände etwa 12 000 Siemens-Mitarbeiter arbeiten.  
Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sagte, mit dem Campus lege Siemens ein klares Bekenntnis zum Standort Bayern ab: "Wer eine halbe Milliarde investiert, zeigt, wo er daheim ist." Seehofer sicherte dem Unternehmen zu, dass das Projekt für die Staatsregierung weiterhin "höchste Priorität" haben werde.
"Der Campus wird in den nächsten Jahrzehnten das Bild unserer Stadt verändern", sagte Erlangens Oberbürgermeister Florian Janik (SPD). Das Projekt sei für Erlangen eine "eine wunderbare Entwicklung, weil er einen ganzen Stadtteil öffnet und der Stadt zur Verfügung stellt". Es werde "keine Wirtschaftszone mit einem Zaun drum, sondern alle Bürger können sich angucken, was macht Siemens da?", sagte Janik. In dem neuen Stadtteil sollen unter anderem auch Wohnungen entstehen und Forschungseinrichtungen angesiedelt werden.    
Gestaltet wird der Campus nach einem Entwurf des Frankfurter Architekturbüros KSP Jürgen Engel. Eine 22-köpfige Jury entschied sich am Freitag mit großer Mehrheit für das Modell. Damit würden viele Freiräume geschaffen und eine "sehr lebendige innerstädtische Welt", die schlichte Bürogebäude mit denkmalgeschützten Ensembles verbinde, sagte der Jury-Vorsitzende Franz Pesch.
Mit 370.000 Quadratmetern geplanter Gebäudefläche ist der Campus das umfangreichste Bauvorhaben von Siemens weltweit. 2018 sollen die ersten neuen Gebäude auf dem Campus stehen und die ersten Mitarbeiter einziehen. Der Bau wird in sieben Abschnitten verwirklicht.
Von den durch den Konzernumbau betroffenen Arbeitsplätzen war am Freitag indes nichts zu hören. Mitarbeiter befürchten, dass in Erlangen bis zu 5000 Stellen wegfallen könnten. An dem fränkischen Standort insgesamt hat Siemens etwa 25.000 Mitarbeiter. (Cathérine Simon, dpa)

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