Wirtschaft

Annette Karl sorgt sich um den Wirtschaftsstandort Bayern. (Foto: Schweinfurth)

02.04.2015

„Staatsregierung agiert planlos“

Annette Karl, wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, kritisiert die Wirtschaftspolitik der Staatsregierung

Die Energiewende stockt. Die Unternehmen im Freistaat erwarten Planungssicherheit, doch die Staatsregierung verweist auf Berlin. Wir sprachen mit der wirtschafts-
polititischen Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Annette Karl, über die aktuelle Wirtschaftspolitik im Freistaat.

BSZ: Frau Karl, wie bewerten Sie die aktuelle Wirtschaftspolitik der Staatsregierung?
Karl: Als planlos und ohne Linie. Wir hatten drei Monate Energiedialog und währenddessen wurde die Wirtschaftspolitik völlig vernachlässigt. Früher gab es eine sehr erfolgreiche Wirtschaftspolitik, die den Freistaat vom Agrarland zum High-Tech-Standort gewandelt hat. Dies hatte zur Folge, dass es Industrieansiedlung gab, weil die Energieversorgung gesichert war.

BSZ: Und heute?
Karl: Es gibt keinen Plan für die nächsten Jahre, keine Idee, welche die Zukunftsindustrien sein werden. Alles ist ein wildes Durcheinander. Nehmen wir zum Beispiel die wehrtechnische Industrie, zu der man stehen mag, wie man will. Unter Franz-Josef Strauß wurde sie erfolgreich in Bayern angesiedelt. Aus dem bayerischen Wirtschaftsministerium gibt es aber keine Vorstellung, wie es mit ihr weitergehen soll. Wie die Unternehmen bei ihren Konversionsbemühungen unterstützt werden können, wie eine abgestimmte gesamtdeutsche Sicherheitsstrategie aussehen soll. Insgesamt steht unsere Großindustrie auf dem Spiel.

BSZ: Warum?
Karl: Weil die Energieversorgung nicht geklärt ist...(Interview: Ralph Schweinfurth)

(Lesen Sie das vollständige Interview in der gedruckten Ausgabe der Bayerischen Staatszeitung vom 2. April 2015.)

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