Wirtschaft

Noch fährt die Straßenbahn nur auf Nürnberger Stadtgebiet. Doch sie könnte Pendler auch über Erlangen bis nach Herzogenaurach bringen. (Foto: dpa)

16.04.2015

Stadt-Umland-Bahn muss kommen

IHK Nürnberg und DGB Mittelfranken setzen sich gemeinsam für die Gründung eines entsprechenden Zweckverbands ein

Mit der geplanten Stadt-Umland-Bahn (StUB) würden entscheidende Weichen für die langfristige Entwicklung des Ballungsraums Nürnberg und der gesamten Europäischen Metropolregion Nürnberg gestellt. Deshalb setzen sich die IHK Nürnberg für Mittelfranken und der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Mittelfranken gemeinsam für die Gründung des StUB-Zweckverbandes ein.

Im Vorfeld des StUB-Bürgerentscheids am 19. April im Landkreis Erlangen-Höchstadt bezeichnete IHK-Präsident Dirk von Vopelius die StUB als Schlüsselprojekt für die gesamte Region: „Diese übergreifende Schienenverbindung ist ein bedeutender Faktor für eine nachhaltige Ansiedlungspolitik, zudem würde sie den Zusammenhalt und die Zusammenarbeit der beteiligten Kommunen und des Landkreises wesentlich voranbringen.“ Mittelfrankens DGB-Geschäftsführer Stephan Doll erklärte: „Wir sehen für die Beschäftigten in der Region den Vorteil einer verbesserten Anbindung an den ÖPNV. Die Möglichkeit, die Arbeitswege der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu erleichtern, sollte durch Kirchturmpolitik nicht leichtfertig vertan werden. Der Landkreis Erlangen-Höchstadt profitiert in seiner Gesamtheit von einer Stärkung der Verkehrsinfrastruktur. Deshalb empfehlen wir den Kolleginnen und Kollegen dringend, beim Entscheid mit ,ja‘ zu stimmen.“

IHK und DGB vertreten übereinstimmend die Auffassung, dass eine durchgängige öffentliche Nahverkehrsverbindung zwischen Nürnberg, Erlangen und Herzogenaurach maßgeblich dazu beitragen würde, den Ballungsraum effizient zu vernetzen und die Straßen zu entlasten. Die Stadt-Umland-Bahn würde Wohn- und Arbeitsorte sowie Angebote aus Kultur, Freizeit und Naherholung miteinander verknüpfen und die Attraktivität der Region spürbar erhöhen. Sie wäre damit ein wichtiges Argument, um Fachkräfte zu binden bzw. für die Region zu gewinnen. Andere Regionen, die auf einen leistungsfähigen Schienennahverkehr gesetzt haben, hätten einen Attraktivitätsschub und einen Image-Gewinn verzeichnet. Ein wichtiges Argument für eine leistungsfähige Schienenverbindung zwischen Nürnberg und Erlangen ist auch die Mobilität der jungen Menschen, die in beiden Städten studieren und für die die StUB eine große Erleichterung bringen würde. „Die StUB unterstützt somit auch das Zusammenwachsen der einzelnen Standorte der Universität Erlangen-Nürnberg“, so von Vopelius und Doll.

Man dürfe sich nun keine weiteren Verzögerungen leisten, um das Zukunftsprojekt Stadt-Umland-Bahn nicht zu gefährden. Es gelte, den StUB-Zweckverband zügig einzurichten, sodass mit der konkreten Planung begonnen werden kann. Dirk von Vopelius und Stephan Doll verweisen auch auf die ungewöhnlich hohe Förderquote von 90 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, die ein „außerordentlicher Glücksfall“ für die Region sei. Eine ähnlich hohe Förderquote habe es nur bei der Verlängerung der Münchener U-Bahn nach Garching gegeben. Der staatliche Förderanteil für die StUB könnte sich sogar noch erhöhen, wenn das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) wie geplant so geändert wird, dass auch Abschnitte ohne unabhängigen Gleiskörper förderfähig sind. (BSZ)

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