Wirtschaft

Siemens-Chef Joe Kaeser will den Elektrokonzern mit dem Umbau schlanker, effizienter und kundennäher machen.

05.02.2015

Stellenabbau bei Siemens kostet rund 7400 Arbeitsplätze

Die Beratungen über den Konzernumbau bei Siemens laufen noch - da kursieren bereits erste Zahlen

Der Elektrokonzern Siemens will nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg im Zuge seines Konzernumbaus weltweit rund 7400 Arbeitsplätze streichen. Das berichtete die Agentur heute unter Berufung auf informierte Kreise. In Deutschland stünden rund 3300 Stellen vor dem Aus. Ein Siemens-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern. Seit Mittwoch beraten Unternehmensführung und Arbeitnehmervertreter im Wirtschaftsausschuss über die Auswirkungen des Umbaus auf die Arbeitsplätze. Es wird damit gerechnet, dass Siemens an diesem Freitag über die Details informiert.
Siemens-Chef Joe Kaeser will den Elektrokonzern mit dem Umbau schlanker, effizienter und kundennäher machen. Dafür hat er die Einteilung des Geschäfts in Sektoren aufgehoben und die Zahl der Divisionen von 16 auf neun gekappt. Die Medizintechnik soll verselbstständigt werden. Aktivitäten wie die Hörgerätesparte oder der Anteil am Hausgerätehersteller BSH wurden verkauft.  
Geschäftlich will Kaeser den Konzern auf Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung ausrichten. Zuletzt lief es für den Elektroriesen nicht rund: Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (30. September) hatte Siemens einen Gewinneinbruch verbucht.
Bereits seit Monaten wird spekuliert, dass durch den Umbau tausende Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen dürften. Die Schätzungen reichten dabei von 5000 bis 15.000 Stellen. Kaeser selbst hatte erklärt, dass zunächst die Arbeitnehmervertreter im Wirtschaftsausschuss, dann die Mitarbeiter und schließlich die Öffentlichkeit informiert werden sollten. (Stefan Bauer, dpa)

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