Wirtschaft

02.07.2010

Szenarien für die bayerische Wirtschaft

Studie der BayernLB zu Auswirkungen des Klimawandels zeigt Zukunftsstrategien auf

Der Klimawandel wird zahlreiche Wirtschaftsbranchen in Bayern vor große Herausforderungen stellen, aber auch zusätzliche Geschäftspotenziale schaffen. Dies geht aus der von der BayernLB in Auftrag gegebenen Studie „Auswirkungen des Klimawandels auf ausgewählte Branchen in Bayern und Möglichkeiten der Anpassung“ hervor.

Einige Branchen in Bayern sind besonders von klimatischen Veränderungen etwa durch Temperaturanstieg oder einer Zunahme von Starkniederschlägen betroffen. Bei anderen Wirtschaftszweigen setzen vor allem regulative Änderungen und eine an den Klimawandel angepasste Gesetzgebung Unternehmen unter Handlungsdruck. Hier geht es beispielsweise um strengere energetische Vorgaben für Gebäude oder gesetzliche Anforderungen an die Energieeffizienz von Anlagen und Prozessen. Erstellt wurde die Untersuchung von der Arqum GmbH und dem Wissenschaftszentrum Umwelt der Universität Augsburg.


Energieeffizienz ist
ein zentrales Zukunftsthema


Insgesamt wird die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen rund um die Themen „Energie- und Ressourceneffizienz“ sowie „Klimaschutz“ ansteigen. Die Studie gibt Handlungsempfehlungen und entwirft Zukunftsstrategien, die Unternehmen eine systematische Vorbereitung auf die Herausforderungen des Klimawandels ermöglichen.
Das Thema Energieeffizienz in Gebäuden betrifft Unternehmen dieser Branchen stark, da Baustoff-, Keramik- und Glashersteller mit ihren Produkten hierzu einen wichtigen Beitrag leisten können. Insofern profitiert die Branche von den Förderprogrammen für Energieeffizienz in Gebäuden und der hohen Sanierungsquote, die für die kommenden Jahre erwartet wird. Problematisch für die energieintensiven Herstellungsprozesse sind entsprechende gesetzliche Vorgaben wie zum Beispiel der EU-Emissionshandel, in dessen dritter Handelsperiode voraussichtlich die Hersteller von Mineralwolle, Ziegel und Gips eingebunden sein werden.
Viele der Unternehmen zählen zu den Zulieferern der Investitionsgüter-, Fahrzeug- und Bauindustrie (Hersteller von Flachglas, keramischen Werkstoffen, Ziegeln, Zement, Kalk, Gips etc.). Die Herstellung von diesen Produkten ist in höchstem Maße energieintensiv und daher von steigenden Energiepreisen stark betroffen.
Die Branche der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechniker wird in Bayern eine Schwerpunktverschiebung durch den Klimawandel erleben. Weniger Wärmebedarf im Winter und mehr Kältebedarf im Sommer wird zu einigen Umbauten bestehender Anlagen und zur Errichtung neuer Anlagen zur Gebäudekühlung führen. Rund 200 Kleinst- und Kleinunternehmen sowie etwa 75 mittlere und größere Betriebe werden auch weiterhin mit energieeffizienten, dezentralen und nachrüstbaren Lüftungs- und Klimatisierungslösungen gute Geschäfte machen können. Besonders stark wachsen wird der Markt für regenerative Kältekonzepte wie solarthermische Kühlung, Grundwasserkühlung, Luft- sowie Erdkühlung. Aber auch mit neuen Heizungsanlagaen lassen sich gute Geschäfte machen. Denn laut jüngsten Schätzungen des Bundesverbandes Erneuerbare Energien aus dem letzten Jahr befinden sich nur 12 Prozent der 17 Millionen deutschen Heizungsanlagen auf dem aktuellen Stand der Technik.
Hier können die bayerischen Hersteller elektrischer Ausrüstungen gleich anknüpfen. Denn steigender Kältebedarf im Sommer bedeutet auch steigenden Stromverbrauch. Somit sind energieeffiziente Anlagen gefragt.

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