Wirtschaft

Aktuell wird darüber diskutiert, Handwerkerrechnungen mit Arbeitskosten unter 300 Euro im Jahr nicht mehr bei der Steuerberechnung zuzulassen. (Foto: Bilderbox)

01.12.2014

Keine Kürzung des Handwerkerbonus

Für den Bayerischer Handwerkstag ist dieser Bonus ein wichtiges Instrument im Kampf gegen die Schwarzarbeit

Das bayerische Handwerk spricht sich mit Nachdruck gegen eine Kürzung des Handwerkerbonus aus. Aktuell wird darüber diskutiert, Handwerkerrechnungen mit Arbeitskosten unter 300 Euro im Jahr nicht mehr bei der Steuerberechnung zuzulassen. Bislang können die Arbeitskosten von Handwerkerrechnungen mit bis zu 1200 Euro pro Jahr von der Steuerschuld abgezogen werden.

„Der Handwerkerbonus ist ein wichtiges Instrument zur Bekämpfung der Schwarzarbeit. Es kann nicht sein, dass das Handwerk für Finanzierungsprobleme bei der steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung geradestehen soll. Unsere Betriebe sind – zusammen mit den Verbrauchern – über die Energiekosten schon jetzt die Hauptzahler der Energiewende“, betont Georg Schlagbauer, Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT). Die Begründung, nur so sei die steuerliche Förderung finanzierbar, trifft nicht zu. „Die energetische Gebäudesanierung finanziert sich quasi von selbst. Jeder Euro, auf den der Staat verzichtet, löst acht bis zehn Euro an Investitionen aus. Diese wiederum spülen Steuern und Sozialabgaben in die Kassen“, erklärt der BHT-Präsident.

Rund 40 Prozent des Energieverbrauchs in Deutschland fließt in Raumheizung und -helligkeit. Bis zu 80 Prozent des Gebäudeenergieverbrauchs können durch fachgerechtes Sanieren und moderne Gebäudetechnik eingespart werden. Um die Energiewende umzusetzen und die Klimaziele zu erreichen, fordert das Handwerk schon lange dauerhafte steuerliche Anreize. (BSZ)

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