Wirtschaft

Modellieren, reparieren, ersetzen mit zellbasierten Verfahren steht am 12. März 2014 ganz groß auf dem Programm eines Kongresses von Bayern Innovativ in Erlangen. (Foto: Bilderbox)

20.02.2014

Therapeutische Impfung im Kampf gegen Krebs

Kooperationsforum "Technologien für zellbasierte Therapien" von Bayern Innovativ am 12. März 2014 in Erlangen

Es gibt neue Hoffnungen und Aufbruchstimmung in der regenerativen Medizin, seit es Shniya Yamanaka gelungen ist, Hautzellen genetisch so zu reprogrammieren, dass sie sich in unterschiedlichste andere Körperzellen entwickeln.

Der für diese Technologie der sogenannten induzierten pluripotenten Stammzellen (iPS) 2012 mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ausgezeichnete Japaner trug dazu bei, die bis vor Kurzem von der ethischen Diskussion um embryonale Alleskönner-Zellen geprägten Stammzellforschung neuen Schwung zu geben. Pluripotente Stammzellen zeichnen sich dadurch aus, dass sie in der Lage sind jede der mehr als 200 verschiedenen Zelltypen des Körpers zu bilden.

Generell haben auch andere zellbasierte Technologien das Potenzial, Therapieansätze zu revolutionieren: Neue Krankheitsmodelle lassen sich dadurch etablieren und personalisiert für bestimmte Patientenkohorten testen; die Wirkstoffentwicklung lässt sich vereinfachen und beschleunigen. Das Immunsystem kann reguliert und so etwa der Einsatz von Immunsuppressiva nach Transplantation verringert bzw. körpereigene Abwehrzellen, zum Beispiel gegen Krebs, spezifisch aktiviert werden. Krankheiten wie Parkinson oder Diabetes ließen sich über die Gabe patienteneigener Ersatzzellen behandeln.
In dieses interdisziplinäre Forschungsfeld integrieren sich außerdem zahlreiche „Enabling"- Technologien, die vor allem die bis dato manuelle Herstellung von Zellpräparationen in standardisierte und vollautomatische Prozesse überführen.

Zu diesem Themenkomplex konzipiert und organisiert die Bayern Innovativ GmbH im Rahmen ihres internationalen „Netzwerk Life Science" gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Erlangen als Partner das zweite Kooperationsforum "Technologien für zellbasierte Therapien" am 12. März 2014 in Erlangen; unterstützt durch das bayerische Wirtschaftsministerium.

Ziel ist es, aktuelle Trends in der zellbasierten Therapie und Wirkstoffforschung vorzustellen und Chancen für die Produktentwicklung aufzuzeigen. Schwerpunkte sind Stammzell-technologien, Automatisierung, Prozessierung, Kryotechniken, Diagnostik, Zelltherapien bei schweren Erkrankungen, Strategien in der Präklinik und regulatorische Anforderungen. (BSZ)

Alle aktuellen Informationen sowie das Programm unter:
www.bayern-innovativ.de/zelltherapie2014

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