Wirtschaft

Präsentierten die Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus“ (v.l.n.r.): Nürnbergs Wirtschaftsreferent Roland Fleck (CSU), Nürnbergs Verkehrsdirektorin Yvonne Coulin und Lars Bengsch von dwif-Consulting.(Foto: Schweinfurth)

13.05.2011

Touristen bringen Nürnberg pro Jahr 1,6 Milliarden Euro

Mehr als 30.000 Menschen können von den Besuchern leben

1,6 Milliarden Euro bringen die Touristen den Gastronomen, Einzelhändlern und Dienstleistern in Nürnberg an Umsatz im Jahr. Umgerechnet auf das Einkommens.-äquivalent können somit 30.760 Menschen in Nürnberg von den Besuchern leben. „Die ermittelten Ergebnisse machen – noch stärker als erwartet – die herausragende Bedeutung des Tourismus als Wirtschaftsfaktor für die Stadt Nürnberg deutlich“, sagt Nürnbergs Wirtschaftsreferent Roland Fleck (CSU) bei der Präsentation der Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus“.
2,19 Millionen Übernachtungen im Jahr 2009, die in 2010 nochmals deutlich auf 2,4 Millionen Übernachtungen gesteigert werden konnten, und 35 Millionen Tagesgäste sorgen für dieses Umsatzvolumen in der Frankenmetropole. Größter Profiteur ist der Einzelhandel mit einem Umsatzanteil von 50 Prozent. „Der touristische Beitrag zum Steueraufkommen der Stadt Nürnberg beläuft sich auf 35,1 Millionen Euro“, erklärt Fleck.
Erstmals wurde für Nürnberg eine Detailanalyse des Tagesreiseverkehrs durchgeführt. Das Ergebnis zeigt, dass im deutschlandweiten Vergleich die Gäste in Nürnberg zu einem westentlich höheren Prozentsatz aus der näheren (unter 25 km) oder weiteren Umgebung (100 bis 150 km) anreisen. „Deshalb wollen wir jetzt verstärkt das Potenzial an Tagestouristen angehen“, erläutert die städtische Verkehrsdirektorin Yvonne Coulin.
Im Durchschnitt geben die Tagesgäste in Nürnberg 34,50 Euro aus. Bei den Übernachtungsgästen liegt der Durchschnittswert bei 194 Euro pro Kopf und Tag. Laut Lars Bengsch, Projektleiter und Prokurist der dwif-Consulting GmbH aus München, der die Studie durchgeführt hat, erziele Nürnberg „einen recht ordentlichen Wert“ bei den Ausgaben von Tagesgästen im Vergleich zu anderen deutschen Städten, die im Schnitt nur 28 Euro erreichten. Der Wert für die Übernachtungsgäste hingegen liege deutlich über dem deutschen Durchschnitt von 130 Euro. Bengsch verweist darauf, dass von den Tagesgästen vor allem der Einzelhandel und von den Übernachtungsgästen vor allem die Gastronomen profitieren.
Wenn es nun um das Anlocken von noch mehr Tagesgästen geht, sollte der Einzelhandel als Hauptprofiteur von diesen Besuchern auch entsprechende Marketingmaßnahmen der Stadt mitfinanzieren, sind sich Fleck und Coulin einig. Ob es hierzu einen zweiten Tourismusfonds geben wird, wollte Fleck noch nicht prognostizieren.
Tatsache sei aber, dass der jetzige Tourismusfonds, in den die Stadt Nürnberg und der Verkehrsverein Nürnberg für die Jahre 2010 bis 2012 zusammen 1,5 Millionen Euro einzahlen, schon sehr positive Wirkungen entfalte. Dieses Geld wird für zusätzliche Marketingmaßnahmen verwendet, um die Übernachtungszahl und damit die Zimmerauslastung der Nürnberger Hotellerie zu erhöhen. Fleck betont, dass so manch eine Stadt in Deutschland Nürnberg um den Tourismusfonds beneidet. (Ralph Schweinfurth)

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