Wirtschaft

28.03.2013

Umfangreiche Aufräumarbeiten

Eine Aktienmarkteinschätzung der Fürst Fugger Privatbank

Die jüngsten Geschehnisse um Zypern erinnern einmal mehr, dass mit der Euro-Schuldenkrise noch umfangreiche Aufräumarbeiten vor uns liegen. Auch außerhalb der Eurozone müssen noch auf längere Sicht gesehen die Staatsschulden reduziert werden. Und nicht zuletzt müssen Anleihebesitzer durch die sogenannte finanzielle Repression eine negative Realverzinsung in Kauf nehmen. Auf der anderen Seite stehen Aktienbesitzer, welche sich auf eine erfreuliche Dividendensaison freuen dürfen.

Der Gegensatz, den die Unternehmen zu den hochverschuldeten Staaten derzeit setzen, könnte nicht größer sein. Gemessen am Verhältnis von Nettoverschuldung zum Ergebnis vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) liegt der Verschuldungsgrad globaler Unternehmen bei 1,5 % und damit rund 13 % unterhalb des 20-Jahres Durchschnitts. Alleine die US-Unternehmen sitzen auf rund 1,7 Billionen US-Dollar an liquiden Mitteln. Die DAX-Konzerne erwirtschafteten im Jahr 2012 beinahe 70 Milliarden Euro. Somit verdienten die 30 DAX-Unternehmen dreimal so viel wie Ende der 1990er Jahre.

Aktuell dürfte die Entscheidung leicht fallen, entweder in Cash-Flows oder Staatsschulden in Form von Staatsanleihen zu investieren. Nicht nur institutionelle Investoren wenden sich vermehrt dem Aktienmarkt zu, sondern zuletzt auch die privaten Anleger. Die kurze Krise Zyperns wurde daher von den Aktienmärkten gut verdaut. Mit der Einigung auf ein Hilfspaket der EU in Höhe von 10 Milliarden Euro kehren die Anleger wieder an die Börse zurück.

Aber nicht nur die Aussicht auf hohe Dividendenzahlungen stützt die Märkte und der Kursanstieg wird durch sich verbessernde Konjunkturindikatoren untermauert; auch die sich entspannende Lage am US-Immobilienmarkt dürfte dazu führen, dass die Anleger bereit sind, mehr Risiko in Kauf zu nehmen.

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