Wirtschaft

26.10.2012

Vom Metallbau zum Solardach

Mittelfränkische Firma gewinnt Energiepreis

Wer heute zum Gewerbepark Hügelmühle in Spalt im Landkreis Roth kommt, hat das Gefühl: Der halbe Park gehört zur Firmengruppe Fath. Das liegt wohl auch an den zahlreichen Solardächern rund um den in Holzbauweise errichteten Firmensitz liegt: Mit ihren „Energiedächern“ hat der Familienbetrieb Fath vor fünf Jahren das Produktspektrum wesentlich erweitert.
Die Geburtsstunde der Fath GmbH Kunststoff- und Stahltechnik schlug vor genau 20 Jahren in Georgensgmünd. In dieser neuen Firma hatten der Gründer Werner Fath und seine beiden Söhne Mirko Jan und Wido mehrere Vorgängerunternehmen zusammengeführt. Das Produktprogramm damals: Metall- und Kunststofftechnik jeder Art. Inzwischen umfasst der entsprechende Katalog tausende Produkte, von Stellfüßen über Aluprofilsysteme bis hin zu Nutensteinen.
Steil bergauf ging es nach dem ersten Hannover-Messe-Auftritt 1997. Die Räume in Georgens-gmünd wurden zu klein, ein neuer Standort wurde im Spalter Gewerbepark Hügelmühle gefunden.
Die neuen „Verwaltungs- und Produktionsgebäude in Vollholzkonstruktion wurden nach baubiologischen Grundsätzen gebaut und 1997 bezogen. Sie werden durch ein Blockheizkraftwerk versorgt. Sogar die Abwärme der Maschinen wird zur Beheizung mit genutzt“, stellt das aktuelle Geschäftsführerduo Wido und Mirko Jan Fath heraus.
Inzwischen gibt es mehrere Erweiterungsbauten in Spalt; 120 Mitarbeiter, darunter 6 Auszubildende; eine US-Tochter; 34 Vertriebspartner in 22 Ländern. Und seit fünf Jahren den in der Fath Solar GmbH zusammengefassten Bereich der Energiedächer.
Das Besondere an diesem auf Optik getrimmten System: Solarstrommodule, Solarwärmekollektoren wie auch Dachflächenfenster können passgenau zu einer vollständig integrierten Dachhaut zusammengeführt werden. Auch wenn sich auf Wunsch auch Dachziegel, zum Beispiel im Firstbereich, dazubauen lassen: Das Solardach ist eine echte Abdichtung des Hauses gegen Umwelteinflüsse. „Und unsere Energiedächer können tatsächlich gut aussehen“, wie Mirko Jan Fath freudestrahlend an Beispielen zeigt.
2012 wurde das auch von der Solarfachwelt auf der Weltleitmesse Intersolar Europe im Juni in München wahrgenommen: Immerhin unter die dreißig Nominierten für den „Intersolar Award“ hatte es Fath geschafft. Vielleicht wäre mehr möglich gewesen. Dennoch: „Ein großer Erfolg für uns“, meint Florian Philippi, COO (Chief Operation Officer) bei Fath Solar. Der zuletzt sogar mit der Anerkennung im Bayerischen Energiepreis getoppt wurde. Über die Solargrenzen hinweg wurde die Fath GmbH für die Firmenphilosophie schon im Frühjahr mit dem Industriepreis-Prädikat „Best of 2012“ durch die Initiative Mittelstand und den Verein Deutscher Ingenieure VDI ausgezeichnet.
(Heinz Wraneschitz)

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