Wirtschaft

Die Audi AG setzt neue Maßstäbe in der Logistik. Karl-Friedrich Rausch (l.), Vorstand Transport und Logistik der DB Mobility Logistics AG mit Ernst-Hermann Krog, Leiter Markenlogistik der Audi AG. (Foto: Audi AG)

20.08.2010

Vorreiter in der Logistik

Audi setzt im Schienenverkehr auf Öko-Strom und vermeidet so rund 5250 Tonnen CO2

Die Audi AG setzt neue Maßstäbe in der Logistik: Als erstes Unternehmen in Deutschland nutzt der Automobilher- steller für den Transport seiner Automobile von Ingolstadt zum Nordsee-Verladehafen in Emden Züge, die mit Öko- Strom angetrieben werden. Dieses Logistik- Konzept ist ein wichtiger Bestandteil der Strategie von Audi, die Produktion in allen Bereichen nachhaltig zu gestalten.

„Der CO2-freie Bahntransport ist ein wichtiger Bestandteil unseres Engagements für die Umwelt und ein sehr interessantes Angebot für uns“, sagt Ernst-Hermann Krog, Leiter Markenlogistik Audi. Seit 1. August 2010 lässt der Automobilhersteller seine Transportzüge auf der Strecke Ingolstadt-Emden mit Strom aus regenerativen Energiequellen fahren. Damit vermeidet Audi die Emission von rund 5250 Tonnen CO2 im Jahr, mehr als 35 Kilogramm pro transportiertem Automobil. Die Linie zum Nordsee-Verladehafen, der Drehscheibe für den Export nach Übersee, ist die wichtigste Transportroute für die Marke mit den vier Ringen. Jeden Tag verkehren hier drei Züge mit Audi-Modellen, im Jahr bewegen sie etwa 150.000 Autos.
Der CO2-freie Schienengüterverkehr „Eco Plus“ ist ein neues Angebot von DB Schenker, dem Logistik-Bereich der Deutschen Bahn. Bei Transporten im inländischen Streckennetz wird die benötigte Energie komplett durch regenerativen Strom aus Deutschland ersetzt. Den Strom kauft die Deutsche Bahn zusätzlich ein, so werden Emissionen von Anfang an vermieden. Eco Plus von DB Schenker sowie die Energiezufuhr sind vom TÜV SÜD geprüft.
Die anfallenden Mehrkosten im Vergleich zur Versorgung mit konventionellem Strom trägt Audi; DB Schenker setzt einen Teil davon gezielt für Vorhaben im Bereich der erneuerbaren Energien ein. Im deutschen Bahnstrom-Mix hält Öko-Strom einen Anteil von lediglich 18,5 Prozent – Kohle-, Atom- und Erdgaskraftwerke überwiegen derzeit als konventionelle Energiequellen. Der für den Transport benötigte Öko-Strom wird für Eco Plus von DB Schenker zusätzlich ins Netz eingespeist; damit wird der Öko-Strom-Anteil in Deutschland steigen.
Beim Einsatz von Ökostrom im Güterverkehr ist Audi Vorreiter in der Automobilbranche; der Premiumhersteller arbeitet als Erstanwender und Entwicklungspartner mit DB Schenker zusammen. „Mit der Umstellung auf CO2-freie Transporte unterstreichen wir unseren progressiven Charakter und unser nachhaltiges Denken“, betont Krog.
Audi setzt bereits seit vielen Jahren auf ressourcenschonende Logistik: Bis zu 70 Prozent aller Autos gelangen auf Güterzügen zu ihren Bestimmungsorten. Auch viele große Bauteile werden auf der Schiene innerhalb des Volkswagen Konzerns transportiert. Darüber hinaus nutzt Audi die Bahn für den umfangreichen Verkehr zwischen den Standorten Ingolstadt und Györ. Aus Bayern reisen die lackierten Rohkarosserien und Anbau-Teile des Audi TT in geschlossenen doppelstöckigen Waggons zur Montage ins nordwestliche Ungarn. Auch als fertige Automobile kehren sie auf der 610 Kilometer langen Schienenstrecke nach Ingolstadt zurück, ebenso die in Györ für die gesamte Audi-Modellpalette gefertigten Motoren.
In den vergangenen zwölf Jahren haben die Züge auf der Strecke zwischen Györ und Ingolstadt rund zehn Millionen Schienenkilometer zurückgelegt und damit mehr als 325.000 Lkw-Fahrten ersetzt. Dies entspricht einer jährlichen Ersparnis von 36.000 Tonnen CO2. Bei dieser guten Bilanz spielt der hohe Anteil von nachhaltig erzeugtem Strom aus Wasserkraft im österreichischen Bahnverkehr eine wichtige Rolle. (BSZ)

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