Wirtschaft

Preisträger und Laudatoren Exportpreis Bayern 2015. (Foto: BSZ)

03.12.2015

Was man sich von Preisträgern abschauen kann

Die Bayerische Gesellschaft für Internationale Wirtschaftsbeziehungen hat den Exportpreis Bayern verliehen

Kürzlich wurde der Exportpreis Bayern an Unternehmen mit höchstens 50 Vollzeit-Mitarbeitern verliehen. Die Gewinner dieses zum insgesamt neunten Mal verliehenen Preises bewiesen mit außergewöhnlichen Konzepten, dass man mit einer guten Idee auch als kleineres bis mittleres Unternehmen im In- und Ausland erfolgreich sein kann. Im wirtschaftlichen Alltag sind allerdings die meisten Ideen für Dienstleistungen und Produkte bereits von anderen besetzt und man muss sich gegen viel Konkurrenz durchsetzen. Wer da auffallen beziehungsweise sogar vorgezogen werden will, muss daher viel tun, um positiv in Erscheinung zu treten.

Die Sieger in der Kategorie Dienstleistung, die Holzbaufirma Timber Concept aus Weißensberg im Bregenzer Wald, gibt auf ihrer Homepage einen detaillierten, mit Bildern illustrierten Einblick in ihre Projekte und zitiert Meinungen ausländischer Partner. Die Rubrik Handel für sich entschieden hat die Optima Pharmazeutische GmbH aus Wang mit der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von medizinischen Produkten aus den Bereichen der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde sowie der Augenheilkunde. Beachtenswert sind darüber hinaus die Aktivität in der Forschungsförderung und Klimaschutz durch Projekte wie die Jugendinitiative Plant-for-the-Planet und die regionale Organisation Bergwaldprojekt. In der Sektion Handwerk war mit Novoflow ein bereits mehrfach zuvor mit anderen Preisen ausgezeichneter Spezialist im Bereich der Filtrationstechniken siegreich. Die Wettbewerbsjury hob vor allem die Vielzahl an angemeldeten Patenten und das fachliche Engagement auf Messen und in der Wissenschaftswelt hervor. Prämiert im Bereich der Industrie wurde mit Mawa ein Unternehmen aus Oberbayern, das rutschfest beschichtete Kleiderbügel herstellt. Neben der ausgezeichneten Idee hat das Unternehmen eine fünfsprachige Website vorzuweisen, auf der sogar der Imagefilm der ausgewählten Sprache angepasst ist.

Online-Präsenz ist Trumpf

Insgesamt lässt sich festhalten: Bei all der Vernetzung und Internetfixierung in der heutigen Gesellschaft werden nur noch Dienstleistungen, die eine eigene Webpräsenz aufweisen, als aktuell und existent wahrgenommen. Selbst wenn der Unternehmensname bereits bekannt ist, überzeugt viele erst der Blick auf die unternehmenseigene Homepage. Entscheidend ist daher, dass die wesentlichen Informationen zum Unternehmen wie die Adressen, Öffnungszeiten und Kontaktdaten auf einer solchen übersichtlich dargestellt sind und mögliche Besucher dort einen schnellen Überblick über das angebotene Leistungsportfolio gewinnen können. Dank Services wie dem Homepage-Baukasten von 1&1 ist eine einfache Standard-Homepage sogar von technisch unbegabten Unternehmern aufsetzbar, und Inhalte können bequem aktualisiert werden. Je nach Spezifitätsgrad und Alter der Zielgruppe bieten sich zusätzlich weitere Kanäle wie Kooperationen mit Fachforen, Blogs oder Vereinsseiten an. In jedem Fall empfehlenswert sind Seiten bei Google Plus und Facebook, sowie das Teilen von regional relevanten bzw. produktnahen Themen, die von möglichen Besuchern empfohlen werden können. Darüber hinaus sollte man in möglichst vielen Firmenregistern eingetragen sein. Jüngeres Publikum erreicht man vor allem über Videos bei Youtube oder Streaming-Werbung. 

Die Bedeutung von Netzwerken

Genauso zeigen die Beispiele aber auch, dass neben klassischen Maßnahmen, mit denen man innerhalb der Region auf sich aufmerksam machen kann (Kinowerbung, Flyerverteilung oder Mund-zu-Mund-Propaganda) auch internationale Kontakte in derselben oder verwandten Branchen hilfreich sind. Deswegen sind die Teilnahme an Fachmessen und Profile bei Karrierenetzwerken wie Xing oder Linkedin darüber hinaus empfehlenswert. (BSZ)

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